SpieDie fährt ans Meer

Meer erleben im Kamperland: das war der Plan, als 2 Betreuer und 7 Jugendliche sich vom 22.5. bis 26.5. auf den Weg nach Kamperland an der niederländischen Küste aufmachten. Die Jugendlichen zwischen 11 und 17, die das SpieDie bei den Renovierungsarbeiten  unterstützt hatten und auch bei anderen Aktionen regelmäßig mithelfen, hatten sich schon lange auf diesen Ausflug gefreut.

Die großzügige Spende der Firma Scharr machte diese Fahrt möglich, die gefüllt war von Abenteuern, neuen Erfahrungen, Herausforderungen und Teamwork.

Eingebettet in unser Jahresthema „Meer“ konnte die Gruppe nicht nur am Strand spielen und entspannen, sondern auch auf Ausflügen unterschiedliche Facetten des Meeres kennen lernen und erleben. Der Strand lag gleich hinter einer Düne – nur etwa 3 Gehminuten vom Zeltplatz entfernt.  Dort gab es außerdem einen kleinen Yachthafen, in dem die Jugendlichen sich Boote anschauen konnten. Boccia spielen, Drachen steigen lassen und Sandburgen bauen waren am Strand besonders beliebt, es gab aber auch viele Meeresbewohner zu sehen: Möwen, die Krebse fingen, gestrandete Quallen und Wattwürmer wohin das Auge reichte. Gleich am zweiten Tag besuchten wir das Watersnood-Museum, in dem wir viel über die zerstörerischen Kräfte des Meeres erfuhren, am Beispiel der großen Sturmflut von 1952, bei der über 1800 Menschen starben. Dort konnten wir außerdem beobachten, wie Deiche seither gebaut werden und welche Schutzvorkehrungen die Menschen in Küstennähe gegen Sturmfluten ergreifen. Die Kräfte des Meeres beeindruckten die gesamte Gruppe sehr, besonders weil der Rückweg über eine kilometerlange Brücke führte, die rechts und links von Wellen umgeben war!

Bei einer Bootstour durch Middelburg lernten wir den historischen Stadtkern kennen, erfuhren aber auch viel über das Leben der Seeleute, insbesondere der Kapitäne. Während der ganzen Zeit versorgte sich die Gruppe selbst, die Jugendlichen übernahmen dabei Verantwortung für einen Teil der Einkäufe und die Ordnung unseres Zeltplatzes und wuchsen dabei als Gruppe eng zusammen.

Als in einer Nacht ein heftiges Gewitter über den Zeltplatz fegte, konnten wir die Kraft der Natur an der Küste unmittelbar erleben. Gemeinsam saßen alle im Zelt und erzählten sich Geschichten, um sich von der Aufregung etwas abzulenken. Würden die Zelte dicht halten? Müssten wir aus Sicherheitsgründen im Bulli übernachten? Wie nah waren die Einschläge?

Das Gewitter zog vorüber und nach einer recht kurzen Nacht stellte sich heraus: Die Zelte sind dicht! Am letzten Tag besuchte die Gruppe vor der Heimfahrt den Strand von Domburg, wo alle noch einmal Muscheln sammelten und Fotos machten, um so viele Erinnerungen wie möglich mit nach Hause zu nehmen. Als krönenden Abschluss gab es Kibbeling, Backfisch oder Frikandeln im wunderschönen Strandpavillon mit Blick auf die See.

Erschöpft, aber glücklich erreichten wir dann am Samstag Abend das SpieDie.

Wir möchten uns noch einmal von Herzen für die großzügige Spende der Firma Scharr bedanken, ohne die dieses Abenteuer nicht möglich gewesen wäre!

Text: Christine Drogt

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