Stadtradeln 2019 – Gewässer im Stadtgebiet Krefelds

An der Kull Maria Schutz wurde allgemein über die Niepkuhlen gesprochen. Sie sind aus einer eiszeitlichen Hochwasserrinne entstanden, die im Laufe der Zeit verlandete. Die Kuhlen enstanden in den letzten 400 Jahren überwiegend durch Austorfung. Außerdem wurde die Problematik der Durchgängigkeit für Fische (Hindernisse durch Stauschwellen und Verrohrungen) besprochen.

Kull Maria Schutz

Am Damm beim Fischerheim wurden die Auswirkungen des Bergbaus besprochen. Ebenso die Problematik der Veränderung der Wasserqualität bei niedrigen Wasserständen und Erwärmung des Wassers aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels (niedrige Sauerstoffgehalte, im schlimmsten Fall   Fischsterben)

Kullblick

Am Elfrather See , der durch Auskiesung entstanden ist, wurden die Nutzungskonflikte besprochen. Die Segler wollen Wind und wenige hohe Bäume, die Ruderer das Gegenteil, Paradies für Wasservögel, aber aufgrund der Hinterlassenschaften kein Vergnügen für Badegäste (wer ein Bild sucht, sucht vergebens).

Verwilderte Wege, Pflanzenkunde und immer geradeaus

Am Nordrand des Stadtwaldes verläuft der Moerskanal, der östlich von Verberg und Traar nach Norden verläuft in Richtung Moers. Es handelt sich um ein „temporäres Gewässer“, wobei dieses Gewässer höchsten bei sehr nassen Wintern im Stadtwald entlang der Nordtangente sichtbar wird.

„Gewußt wo“ ist häufig entscheident, wenn man Wasser nur ahnt oder vielleicht gerade noch riecht.

Dass dieses Gewässersystem zumindest im Stadtgebiet Krefeld kaum mehr Wasser führt, hängt auch mit der Regulierung des Rheins in den letzten 150 Jahren, der damit verbundenen Fließgeschwindigkeit und der dadurch verursachten deutlichen Absenkung der  Rheinsohle durch Erosion zusammen.

Extensive Bewirtschaftung fördert und schützt die Artenvielfalt am Egelsberg

Eine mehrstündige schweißtreibende Tour mit vielen interessanten Aspekten zu den offenen Gewässerverläufen – mit und ohne Wasser – im Stadtgebiet Krefelds. Beeindruckend auch die Gebäudesanierungen in Gartenstadt und der doch auch enorme Verlust von Grünfläche und Baumbestand durch die Verbreiterung der A57.

Wir freuen uns auf die nächste Tour.

Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Ziel 6:
Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Ziel 14:
Ozeane, Meere, Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Zum „Katalog des guten Benehmens“ zählt: Wissen vermitteln und Zuhören können!
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