3333- Zerr-Eiche ist Zoobaum des Monats

„Wir freuen uns und sind sehr dankbar, dass der Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Jürgen Steinmetz, einen Baum gespendet hat, den wir sehr gerne gemeinsam mit dem Spender im Krefelder Zoo zu pflanzen“, erklärte Ursula Gast als Mitglied des Vorstandes des Werkhaus e.V. für die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ zum Auftakt der Baumpflanzung am 13.12.2020 im Krefelder Zoo, an der neben dem Spender auch der Vorsitzende der Krefelder Zoofreunde, Friedrich Berlemann, und Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen teilnahmen. Bei dem Baum handelt es sich um eine Zerr-Eiche, die Jürgen Steinmetz auf den Namen „Hoffnung 2020“ taufte.

Mit seiner Baumspende bringe Jürgen Steinmetz als „Mann der Wirtschaft“ nicht nur seine Verbundenheit zum Krefelder Zoo zum Ausdruck. Vielmehr könne die Baumpflanzung auch als Sinnbild dafür gewertet werden, „dass Ökonomie und Ökologie kein Gegensatz sind, sondern sich gut und zum Wohle unseres Gemeinwesens ergänzen“, meinte Ursula Gast.
Der Krefelder Zoo sei „ökologisch“ Vorreiter und Vorbild, indem er eine Kläranlage zur biologischen Abwassereinigung geschaffen und den Betrieb der Fahrzeuge im Zoo auf Elektrobetrieb umgestellt habe, hob Ursula Gast hervor. Auch die IHK Mittlerer Niederrhein sieht sie auf dem „richtigen Weg“, indem sie erkannt habe, dass der politisch beschlossene Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland eine Beschleunigung der Energiewende notwendig mache.
Das bestätigte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, der feststellte: „Besonders unsere Region als Heimat der Energiewirtschaft sowie überdurchschnittlich vieler energieintensiver Unternehmen stellt dieser Transformationsprozess vor enorme Herausforderungen. Jedoch können sich auch langfristig große Chancen für unseren Wirtschaftsstandort ergeben. Unsere Region hat aufgrund ihrer industriellen Verbrauchsstruktur, ihrer Energieinfrastruktur sowie ihres großen Know-hows im Bereich der Energiewirtschaft beste Voraussetzungen, die Chancen der Energiewende zu nutzen. Die Region kann sich zu einer Modell- und Vorreiterregion für die Gestaltung der Energiewende 2.0 entwickeln.“
Mit Baumpflanzung komme man auch dem Ziel, 3333 Bäume in und für Krefeld zu pflanzen, einen weiteren Baum näher kommen“, stellte Ursula Gast fest: „Es ist der Baum Nr. 1448 von 3333 Bäumen, die wir im Rahmen unserer Initiative pflanzen. Das kommt Mensch, Natur und Klima zugute, dient aber auch der Komplettierung des Baumbestandes im Krefelder Zoo, der nicht nur Heimat der hier vorhandenen Tierwelt ist, sondern der auch eine wichtige ‚grüne Lunge’ im Krefelder Stadtgebiet darstellt.“
In ihren Dank bezog Ursula Gast auch den Vorsitzenden der Krefelder Zoo-Freunde, Friedrich Berlemann, sowie Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen und Zoo-Gärtner Jörg Kieselstein nebst Team ein. Das gelte nicht nur für die Hilfe bei der Beschaffung und Pflanzung des Baumes, sondern auch für deren „herausragendes Engagement für die Weiterentwicklung des Krefelder Zoos als Artenschutzzentrum“. Dem schloss sich Jürgen Steinmetz an und ergänzte, dass der Krefelder Zoo eine weit über die Grenzen der Stadt Krefeld hinaus bekannte und beliebte Einrichtung mit einer großen Anziehungskraft für Besucher aus nah und fern sei und damit auch eine „große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Krefeld“ habe.

Zum Baum: Die Zerr-Eiche ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Eichen in der Familien der Buchengewächse. Die Zerr-Eiche kann bis 35 Meter hoch werden und erreicht ein Alter bis 200 Jahre. Sie hat eine breite Krone und bildet früh eine dicke, harte, dunkelgraue, längsrissige Borke. Die jungen Austriebe sind kurzfilzig behaart, die Knospen sind von unverwechselbaren, bis 2 Zentimeter langen fadenförmigen Nebenblättern
umgeben. Die bis 13 Zentimeter langen Blätter stehen wechselständig und sind tief buchtig gelappt. Sie sind lederig, beidseitig rau, oberseits dunkelgrün, unterseits filzig und graugrün.
Die Zerr-Eiche ist einhäusig und blüht im Mai, die Eicheln reifen im zweiten Jahr im September bis Oktober. Die Eicheln sind bis 3 Zentimeter lang und sitzen bis zur Hälfte in der stacheligen Cupula. Die Zerr-Eiche hat ein (ost-)submediterranes Verbreitungsgebiet.
Natürlichen Ursprungs ist sie in Südfrankreich, Italien, Südosteuropa und auf der Balkanhalbinsel bis zum Westrand des Schwarzen Meeres, ferner im Tessin, in Südtirol, Mähren, Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark. Sie fehlt auf der Iberischen Halbinsel, Korsika und Sardinien.
Bei den Zerr-Eichen auf dem Kaiserstuhl und den Haßbergen ist unklar, ob sie natürlichen Ursprungs oder durch Anpflanzungen aus der Zeit der Römer eingebürgert sind. Angepflanzt wurden sie mit Sicherheit in England und Nordwestfrankreich. Die Zerr-Eiche bevorzugt sommerwarme, nährstoffreiche Böden. Sie hat eine große ökologische Amplitude und kommt sowohl auf Kalk- wie auf saurem Silikatgestein vor. Sie steigt von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen mit Höhen bis 1250 Meter NN hoch. Die Zerr-Eiche bildet Mischwälder mit der Blumenesche, der Flaumeiche, der Hopfenbuche und anderen Laubbaumarten.

Im Bild (v.l.n.r.): IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, der Vorsitzende der Krefelder Zoofreunde, Friedrich Berlemann, Ursula Gast von der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ und Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen bei der Pflanzung einer Zerr-Eiche im Krefelder Zoo, die der Spender auf den Namen „Hoffnung 2020“ taufte.

Zum Spender: Jürgen Steinmetz, Jahrgang 1967, ist seit 1. Juli 2015 Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Jürgen Steinmetz ist Mitglied verschiedener Aufsichtsräte und Beiräte wie der Innovationsregion Rheinisches Revier, der Standort Niederrhein und der
Logistikregion Rheinland sowie Beratendes Mitglied des Regionalrates Düsseldorf und engagiert sich ehrenamtlich u.a. bei den Partnern für Sport und Bildung.
Die IHK vertritt die Interessen der Wirtschaft in der Region gegenüber Politik und Verwaltung. Sie wirkt dadurch mit an der Schaffung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen für freies, unternehmerisches Handeln. Die IHK steht für freie Marktwirtschaft und weniger staatliche Bürokratie. Sie erledigt Aufgaben, die sonst der Staat mit Steuergeldern finanzieren müsste – denken Sie beispielsweise an die zahlreichen ehrenamtlichen Prüfer, die Prüfungen im Rahmen der Berufsausbildung durchführen.
Vor seiner Berufung zum Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein war Jürgen Steinmetz stellvertretender Landrat und Dezernent des Rhein-Kreises Neuss, in dem er auch mit seiner Familie wohnt.
Zur Krefelder Zoo: Der Zoo Krefeld befindet sich im Krefelder Stadtteil Bockum. Der Zoologische Garten beherbergt auf einer Fläche von 14 Hektar ca. 1000 Tiere (ohne Insekten) aus rund 160 verschiedenen Arten. Der überwiegend in kommunalem Eigentum befindliche Zoo legt seinen Schwerpunkt auf die Haltung von Menschenaffen, Großkatzen,
afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vögeln. Pro Jahr besuchen ihn bis zu 500.000 Menschen. Direktor des Krefelder Zoos ist seit dem Jahr 2003 Dr. Wolfgang Dreßen, der bei seiner Arbeit von rund 80 Mitarbeiter/innen und rund 20 Ehrenamtlern unterstützt wird.

Zu den Krefelder Zoofreunden: Am 1. Juli 2005 wurde der Zoo Krefeld in eine gemeinnützige eine GmbH umgewandelt. Die Stadt Krefeld hält 74,9 Prozent Gesellschaftsanteile, der Förderverein Zoofreunde Krefeld e. V. die restlichen 25,1 Prozent.
Der Zoo rund 80 Mitarbeiter/innen. Hinzu kommen zahlreiche Ehrenamtliche, die sich im Freiwilligenteam engagieren. Dazu gehören auch die Krefelder Zoofreunde, deren Vorsitzender seit vielen Jahr Friedrich Berlemann ist und deren Ziel es ist, Menschen für Tiere begeistern, aktiv Artenschutz zu betreiben und sich für den Zoo einzusetzen. Fast alle naturnahen und artgerechten Gehege wurden durch die Zoofreunde finanziert. Seit 1972 konnten die Krefelder Zoofreunde durch Ihre Hilfe fast 20 Anlagen im Zoo neu bauen oder komplett sanieren lassen. Gelder im mehreren Millionenbereich sind dafür eingesetzt
worden. Ohne die Zoofreunde hätte der Zoo Krefeld diese Maßnahmen nicht umsetzen können.
Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18. Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde.
Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys.
Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und SeniorenWohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im gesamten Krefelder Stadtgebiet – und natürlich hier im Krefelder Zoo.

Initiative „3333 Bäum für Krefeld“ |c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |47805 Krefeld – Saumstraße 9 |Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative3333@t-online.de | www.3333baeume.de

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Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67

Schirmherrin: Renate Krins | Sprecherin: Grit Pöhlmann | Administration: Georg Dammer |Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Johann Heller-Steinbach und Peter Büssem – Baumschule Büssem

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