3333 – BV Oppum/ Linn ganz international

Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ hat die Bezirksvertretung Oppum/Linn aus bezirksbezogenen Mitteln 1.250 Euro für die Durchführung von Baumpflanzungen im Krefelder Stadtbezirk Oppum/Linn zur Verfügung gestellt. Aus diesen Mitteln wurden in den letzten Tagen zwei Bäume gepflanzt, und zwar im Stadtteil Linn an der Carl-SonnenscheinStraße eine Ungarische Eiche (Querus frainetto) und im Stadtteil Oppum an der Griesbacher Straße ein Persischer Eisenholzbaum (Parrotia persica). Dazu begrüßte die Schirmherrin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Renate Krins, neben dem Bezirksvorsteher für den Stadtbezirk Oppum/Linn, Jürgen Wettingfeld, die anwesenden Mitglieder der Bezirksvertretung Oppum/Linn sowie den Vorsitzenden des Bürgervereins Krefeld-Linn, Hubert Jeck. 

Im Bild: Ursula Gast (rechts) und Frank Wübbeling (links), beide Mitglied der Bezirksvertretung Oppum/Linn, mit Bezirksvorsteher Jürgen Wettingfeld (Mitte) bei der Pflanzung eines der beiden Bäume, die in Oppum und Linn gepflanzt wurden.

Gleichzeitig dankte Renate Krins der Bezirksvertretung Oppum/Linn für die Baumspende mit den Worten: „Mit der heutigen Pflanzung kommen wir dank der großzügigen Spende unserem Ziel, 3333 Bäume in und für Krefeld zu pflanzen, zwei Bäume näher. Es sind die  Bäume Nr. 1537 und 1538 von 3333 Bäumen, die wir im Rahmen unserer Initiative pflanzen wollen. Das kommt Mensch, Natur und Klima zugute, dient aber auch der Komplettierung des Baumbestandes an der Carl-Sonnenschein-Straße in Linn und an der Griesbacher Straße in Oppum. Dafür danken wir der Bezirksvertretung Oppum/Linn sehr herzlich.“ Ihr Dank galt auch Peter Büssem und seinem Gesellen Kevin Kammer von der Baumschule Büssem-Indenklef sowie dem Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz und dem Kommunalbetrieb der Stadt Krefeld, die bei der Festlegung der Pflanzstellen und der Auswahl Baumsorten sowie bei der Beschaffung und Pflanzung der Bäume behilflich waren. 

Für die Bezirksvertretung Oppum/Linn unterstrich Bezirksvorsteher Jürgen Wettingfeld die Bedeutung des öffentlichen Grüns im Stadtgebiet. Mit der Baumspende wolle die Bezirksvertretung Oppum/Linn beispielhaft dazu beitragen, dass der Baumbestand im Stadtbezirk durch Ersatz- und Neupflanzungen komplettiert und erweitert werde. Parks und Grünanlagen seien Orte der Erholung und würden von den Menschen als „grüne Lunge“ geschätzt. Zur Erhaltung ihrer Funktionsfähigkeit seien vielfältige Pflegemaßnahmen erforderlich. Dazu gehöre auch und insbesondere die Nachpflanzung von Bäumen, der sich dankenswerterweise auch die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ widme. Ich bin stolz, dass die Bezirksvertretung Oppum/Linn die ‚Initiative 3333 Bäume für Krefeld‘ unterstützt und die Pflanzung jeweils eines Baumes in Oppum und Linn ermöglicht hat. Es ist immer gut, wenn politische Institutionen wie die Bezirksvertretung Oppum/Linn bürgerschaftliche Initiativen unterstützten. Ich wünsche der Initiative noch viele Baumspender und dass das Ziel, 3333 Bäume für Krefeld, schnell erreicht wird. Selbstverständlich sollte auch danach die Initiative bei diesem besonderen ökologischen Projekt unterstützt werden. Ich wünsche mir 33333 Bäume mehr für Krefeld.“

Im Bild: Peter Büssem, Inhaber der Baumschule Büssem-Indenklef (auf der Leiter) mit seinem Gesellen Kevin Kammer (links) im Beisein von Bezirksvorsteher Jürgen Wettingfeld (rechts) bei der Befestigung eines der beiden Bäume, die in Oppum und Linn gepflanzt wurden.

Zu den Bäumen: Die Ungarische Eiche (Quercus frainetto) ist eine Laubbaum-Art aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die Ungarische Eiche ist ein hochwüchsiger, aber kurzstämmiger Baum (bis über 30 m), der anfangs eine eiförmige, später eher kugelige Krone bildet. Die Borke ist hellgrau, manchmal auch bräunlich, und von einem dichten Netzwerk von Rissen und Furchen durchsetzt. Die Rinde junger Zweige ist zunächst weich behaart, später kahl. Die Laubblätter sind länglich bis verkehrt-eiförmig, 10 bis 20 cm lang, 4 bis 12 cm breit, tief eingeschnitten mit sieben bis zehn Lappen auf jeder Seite, oberseitig grün, unten mehr grau. Die Blattstiele sind maximal bis 10 mm lang. Die Früchte (Eicheln) sitzen zu zweit bis viert zusammen, sind bis 2 cm lang und mindestens zu einem Drittel vom halbkugeligen Becher umgeben.

Der Persische Eisenholzbaum (Parrotia persica), auch Parrotie, Persisches Eisenholz, Eisenbaum und wie viele andere Pflanzenarten auch Eisenholz genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Zaubernussgewächse. Parrotia persica ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner, langsamwüchsiger Baum der Wuchshöhen von bis über 12 Meter erreichen kann. Der Stammdurchmesser erreicht über 30 Zentimeter. Einstämmige Exemplare sind meist auffallend niedrig und schon dicht über dem Boden stärker verzweigt.
Seine Stämme besitzen eine gräuliche bis bräunliche, abblätternde Schuppenborke. Die Rinde junger Zweige ist mit Sternhaaren (Trichome) bedeckt. Die Winterknospen sind gestielt und mit Knospenschuppen ausgestattet. Die Zweige und Äste der Sträucher verwachsen oft untereinander und bilden ein dichtes Dickicht. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der kurze Blattstiel ist 2 bis 6 Millimeter lang. Die einfache, fast kahle, ledrige Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 12 Zentimeter verkehrt-eiförmig bis elliptisch mit gerundetem bis schwach herzförmigem oder spitzem Spreitengrund und gerundetem oder stumpfem bis spitzem oberen Ende. Der Blattrand ist ganz bis in der oberen Hälfte, teils feinspitzig,bogig gezähnt oder gekerbt bis gesägt. Die Herbstfärbung der Laubblätter ist leuchtend gelb, orangefarben oder orangerot. Die großen Nebenblätter sind hinfällig.

Im Bild: Bezirksvorsteher Jürgen Wettingfeld (2.v.r.) mit dem Vorsitzenden des Bürgervereins Krefeld-Linn, Hubert Jeck (links), der Schirmherrin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Renate Krins (2.v.l.), der Bezirksverordneten Ursula Gast (3.v.l.), Baumschulinhaber Peter Büssem (3.v.r.) und dem Bezirksverordneten Frank Wübbeling (rechts) beim „Angiessen“ eines der beiden Bäume, die in Oppum und Linn gepflanzt wurden.

Zur Spenderin: Spenderin ist die Bezirksvertretung Oppum/Linn. Die Bezirksvertretung Oppum/Linn ist eine von neun Bezirksvertretungen in Krefeld. Sie hat 15 Mitglieder. Bezirksvorsteher ist Jürgen Wettingfeld. Seine Stellvertreter*in sind Elvira Gergis und Ercüment Ak. Die Bezirksvertretung Oppum/Linn ist für den Stadtbezirk Oppum/Linn zuständig, der die Stadtteile Oppum und Linn umfasst.
Insgesamt besteht die Stadt Krefeld aus neun Stadtbezirken. Die kreisfreien Städte sind verpflichtet, das gesamte Stadtgebiet in Stadtbezirke einzuteilen. Bei der Einteilung des Stadtgebiets in Stadtbezirke soll auf die Siedlungsstruktur, die Bevölkerungsverteilung und die Ziele der Stadtentwicklung Rücksicht genommen werden. Das Stadtgebiet soll in nicht weniger als drei und nicht mehr als zehn Stadtbezirke eingeteilt werden.
Für jeden Stadtbezirk ist eine Bezirksvertretung zu wählen. Die Mitglieder der Bezirksvertretungen werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl auf die Dauer von fünf Jahren gewählt.
Soweit nicht der Rat der Stadt ausschließlich zuständig ist, entscheiden die Bezirksvertretungen unter Beachtung der Belange der gesamten Stadt und im Rahmen der vom Rat erlassenen allgemeinen Richtlinien in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht.
Für jeden Stadtbezirk ist eine Bezirksverwaltungsstelle einzurichten. Die Hauptsatzung kann bestimmen, dass eine Bezirksverwaltungsstelle für mehrere Stadtbezirke zuständig ist oder dass im Stadtbezirk gelegene zentrale Verwaltungsstellen die Aufgaben einer Bezirksverwaltungsstelle mit erfüllen. 

Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18.Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde.
Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys.
Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und SeniorenWohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im gesamten Krefelder Stadtgebiet.

Initiative „3333 Bäum für Krefeld“ |c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |47805 Krefeld – Saumstraße 9 |Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative3333@t-online.de | www.3333baeume.de

Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67

Schirmherrin: Renate Krins | Administration: Georg Dammer | Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Peter Büssem – Baumschule Büssem

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