Aufstehen!

Das neue Stück des Theaterlabors

FREIraum21: Eine Performance zwischen Revolution und leisem Schlummern.

Premiere: Do, 03.12.2026 / 18 h.

Zum Stück:

Was passiert, wenn nicht die Prinzessin, sondern der Prinz auf der Erbse liegt? Mit dieser Frage sind die Teilnehmenden des Theaterlabors in das neue Projekt gestartet und haben Andersons Märchen in Schnipsel geteilt, einzeln betrachtet und zum wilden Spiel freigegeben.

Die erste Antwort, was passiert, lautet: Der Gender-Tausch hat neue Figuren geliefert, die nicht den gängigen Geschlechterklischees entsprechen. Das wirft die Frage auf: Wie sieht es eigentlich aus mit der Gleichberechtigung? Den Gender-Tausch weitergeführt geht es um „Männerrechte“. Ein perspektivwechselnder Blick auf unser Umfeld. Und es wackelt um uns, so richtig. Mädchen sollen gefallen, Jungs sich durchsetzen. Nicht nur von alten und neuen Konservativen sondern auch gerade von rechtspopulistischen Parteien wird Antifeminismus als demokratiefeindliche Ideologie postuliert (orig. Feminismus ist scheiße). Und was wäre eigentlich eine emanzipierte Männlichkeit?

Und die Erbse? Rollt – nicht mehr still! Was ist eigentlich diese Erbse? Eine unbequeme Wahrheit, gesellschaftlich, persönlich? Und was ist dann die Antwort? 20 Matratzen zum Abpuffern? Es ist doch viel bequemer, das Problem einfach zu überdecken und es nicht mehr zu spüren. Und was wäre eigentlich, wenn Erbsen verboten wären auf dieser Welt?

Infos und Anmeldung unter: https://werkhaus-krefeld.de/aufstehen-2/

Die Gruppe:

Das Theaterlabor ist offen für alle ab 6 Jahren und ist bereits mehrfach überregional sichtbar geworden, u.a. auf dem Rampenlichter Festival in München und dem World Festival of Children‘s Theatre in Lingen. Über 4 Jahre hat sich ein fester Kern etabliert mit Teilnehmenden, die als Kinder angefangen haben und nun als Jugendliche an ihrer dritten Produktion arbeiten. Dazu gibt es regelmäßig Wechsel und Nachwuchs, die Jüngsten in diesem Stück sind 11, die Ältesten 15. Alle gemeinsam suchen immer wieder ihre Themen, die sie auf die Bühne bringen wollen.

Unter der Leitung von Anna Brass und Andreas Simon ist dabei über die Jahre ein Format der forschenden, performativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstanden. Dieses Format beinhaltet die Arbeit an performativen Settings mit den Schwerpunkten Tanz und Theater, verortet im FREIraum21. Im Mittelpunkt steht neben der künstlerischen Vermittlungsarbeit besonders die Einladung zum eigenständigen Arbeiten. Aus Research und der Überarbeitung ins Eigene beginnt die Umsetzung mit zeitgenössischen Mitteln der Darstellenden Kunst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert