Lust auf mehr: 2 Bäume für Linn gespendet

Es ist Winter und mit dem bisschen Frost und Schnee ist es die richtige Pflanzzeit für unsere Aktion. „Selbst im Herbst 2018, nach dieser langen Trockenheit des Sommers, war es richtig Arbeit, ein Pflanzloch auszuheben! Jetzt wird einem nur schön warm und der Boden ist viel weicher!“ sagt Peter Büssem.

Barbara Stüben (2.v.r.) tauft den „Taschentuchbaum“ auf den Namen ihrer Mutter „Leni“ (rechts im Rollstuhl). Mit dabei (v.l.n.r.): Peter Büssem und Kevin Kammer (beide Baumschule Büssem-Indenklef), Helmut Boeck und Ursula Gast (beide Werkhaus e.V.), Elke Himmelein (Unterstützerin) und Grit Pöhlmann (Sprecherin der Initiative „3333“).

Aus der Rede von Grit Pöhlmann:

Wir wollen hier und heute zwei Bäume, und zwar einen „Taschentuchbaum“ und einen „Eingriffeligen Weißdorn“, pflanzen.

Die Krefelder Bürgerin Helene Stüben hat die Bäume aus Geldgeschenken, die ihr anlässlich der Vollendung ihres 90. Lebensjahres zugewendet wurden, gespendet.

Damit kommen wir den 3333 Bäumen wieder ein Stück näher, die wir im Rahmen unserer Initiative pflanzen wollen. Nach dem derzeitigen Stand wurden im Rahmen der Initiative, die der Krefelder Künstler CACO im Jahre 2007 zusammen mit Werkhaus-Geschäfsführer Georg Dammer ins Leben gerufen hat, bereits 1.359 Bäume gepflanzt. Heute pflanzen wir – Dank Helene Stüben – den 1.360. und den 1.361. Baum.

Angesichts dessen freuen wir uns nicht nur über die heutige Baumpflanzung, die Helene Stüben durch ihre großzügige Spende ermöglicht hat, sondern auch über weitere Baumspenden, die uns von Krefelder Bürgerinnen und Bürgern sowie Krefelder Unternehmen in Aussicht gestellt wurden und die wir in den kommenden Wochen und Monaten pflanzen werden. Zu den Bäumen: Der Eingriffelige Weißdorn, auch Hagedorn, ist eine Pflanzenart der Gattung Weißdorne, die zu den Kernobstgewächsen innerhalb der Familie der Rosengewächse zählen. Die beiden deutschen Namen beziehen sich auf Blütenbau und -farbe bzw. den Standort, der botanische auf die Heilkraft der Pflanze. Wissenschaftlicher Name: Crataegus monogyna Familie: Rosengewächse (Rosaceae). Der Taschentuchbaum, auch Taubenbaum genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Davidia. Die beiden Varietäten stammen aus China. Wissenschaftlicher Name: Davidia involucrata. Familie: Tupelogewächse (Nyssanceae)

Der Taschentuchbaum (Davidia involucrata) wird am Weidenbruchweg zwischen Haus Nr. 31 und George-C-Marshall-Straße gepflanzt.

Barbara Stüben (links) tauft den „Weißdorn“ auf den Vornamen ihres Vaters „Paul“

Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) wird an der Saarstraße gegenüber Haus Nr. 16 gepflanzt. Zur Spenderin: Helene Stüben feierte am 08.09.2018 ihren 90. Geburtstag und wünschte sich erneut einen Baum für den Linner Park.  Viele Gäste kamen, um ihr zu gratulieren und so füllte ich das Sparschwein großzügig.

Schon zu ihrem 88. Geburtstag hatte sie Geld für eine Trauerweide an der Burg Linn gesammelt. Er ist inzwischen schon 6-7 Meter hoch, ragt über einen Teil des Weihers und zeigte sich im Sommer – trotz extreme Hitze – von seiner schönsten Seite.

Helene Stüben wohnt seit 1953 Jahren direkt am Park in Krefeld-Linn, in der Nähe des Greiffenhorst-Schlösschens. Sie zog von Wuppertal nach Linn und da sie zunächst vom Heimweh geplagt wurde, ging sie häufig, zusammen mit ihrem Mann, zum kleinen Hügel im Park, denn dieser „Berg“ erinnerte sie an Wuppertal.

Für ihre drei Kinder war der Park stets – vom Römersee bis zur Linner Burg – ein wunderschöner Naturspielplatz. Vor allem in den letzten 15 Jahren nutzt Helene Stüben die Parkanlage.

Wenn sie nicht mit ihrem Rollstuhl durch den Park geschoben wurde und wird, dann sitzt sie vom Frühjahr bis zum Herbst auf ihrer Terrasse, schaut in den Park und genießt die Natur.

Angeregt vom wunderschönen Taschentuch-Baum im Botanischen Garten war nun ihr Wunsch, hier im Park auch diese Baumsorte zu pflanzen. Da die Baumart aber nicht zur Parkgestaltung passt, wurde mit dem Platz am Weidenbruchweg ein anderer schöner – in der Nähe des Parks gelegener – Standort gefunden. Da aber zum 90. Geburtstag mehr Geld zusammenkam als gedacht, konnte noch ein zweiter Baum/Strauch – Weißdorn – gespendet werden, der nun an der Saarstraße gepflanzt wird. Zur Baumschule: Peter Büssem von der Baumschule Büssem wird in bekannter und bewährter fachkundiger Art und Weise nunmehr gemeinsam mit der Spenderin sowie einigen Helferinnen und Helfern den “Taschentuchbaum“ und den „Eingriffeligen Weißdorn“ pflanzen, denen Spenderin auf die Namen „Leni“ (Taschentuchbaum) und „Paul“ (Eingriffelinger Weißdorn) taufen möchte.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen gutes Gelingen und den Bäumen eine gedeihliche Entwicklung in unserer schönen Natur, an deren Weiterentwicklung wir uns erfreuen.

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