DIALOG_nachtfrequenz19


Die Veranstaltung „Dialog“, eine Performance im Tunnel des Südbahnhofs, ist ein Projekt, dass Krefelder Jugendliche unter der Betreuung/ künstlerischen Leitung der Theaterpädagogin und Regisseurin Anna Brass selber auf die Beine gestellt haben und in dem sie die Möglichkeit hatten, eigene Ideen, eigene Texte oder eigene Szenenansätze zu verwirklichen und auf die Bühne zu bringen.

Das übergreifende Thema ist der Balanceakt der Kommunikation zwischen zwei Welten, zwischen der Digitalität und dem Analogen, in dem Versuch, Grenzen auszuweiten, Kompromisse zu finden, junges Theater zu machen. Wir nutzen digitale Medien als kreatives Mittel und treten ein in einen Dialog mit den Zuschauern – live, von Angesicht zu Angesicht – in einem Raum – in einem Moment eines gemeinsamen Spiels.

Die Herausforderung ist, einen gemeinsamen Tenor für den Abend zu finden, der alles zu einer Performance verbindet. Außerdem wollen wir das Publikum aktiv einbinden, zum Mitmachen und Mitdenken anregen, es aus der Reserve locken.

Jeder hat seine eigene Rolle, seinen eigenen Auftritt, seine eigene Bühne:

Da ist z.B. das Pärchen, das zwar nebeneinander auf dem Sofa sitzt, aber nur über WhatsApp kommuniziert. Die Zuschauer können sich dazusetzen, mitlesen, oder Nachrichten diktieren.

Da ist der Spieler, der sich selbst zur Marionette der Zuschauer macht.

Da ist der Spieler, der über eine Videoanlage den Tunnel überwacht, Zuschauer heranzoomt und so auf verschiedenen Bildschirmen zum Teil der Performance macht.

Zwischendurch gibt es Szenen auf der Hauptbühne, oder im Raum.

Es ist ein improvisierter Abend, in dem die Zuschauer genauso aktiv sind, bzw. sein können, wie die Akteure. Eine der Jugendlichen, Emma Joerges, hat dabei die Regie übernommen, sich im Inszenieren geübt und am Abend selber auch die Technik gefahren. Emma und die sechs Spieler haben neben ihren eigenen Szenen erprobt, den dramaturgischen Bogen einer offenen Performance zu erspüren und zu führen, gemeinsam mit dem Publikum zu spielen und offen zu sein für Unerwartetes. Sie haben sich um Postkarte und Plakat, um Kostüm, Bühne und Requisiten gekümmert und ihren Erfahrungsschatz auf der Bühne um eine neue Darstellungsform erweitert.

Spieler.innen: Nina Claessen, Florin Engels, Lisa Hildemann, Nicolay Kaps, Laris Maas, Ramon Reinirkens

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