KULTUR IST TRUMPF

von Peter Könen:

Eine „aufmunternde Begegnung“ nannte Rolf Lindemann, Landrat des Krefelder Partnerkreises Oder-Spree in Ostbrandenburg, die Eröffnung der Ausstellung „Kultur ist Trumpf“ im Krefelder Südbahnhof.

Dazu konnte der Geschäftsführer des Werkhaus e.V., Georg Dammer, neben Landrat Rolf Lindemann auch den Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer, den Kurator der Ausstellung, Kulturminister a.D. Herbert Schirmer, sowie zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Bürgerschaft begrüßen.

Oberbürgermeister Frank Meyer und Landrat Rolf Lindemann würdigten die bewährte Partnerschaft zwischen der Stadt Krefeld und dem Landkreis Oder-Spree, in der Kultur nicht erst im 30. Jubiläumsjahr der deutschen Einheit Trumpf sei. Denn nicht von ungefähr sei „das entscheidende Dokument, das uns neben der Partnerschaftsurkunde verbindet, das Kulturabkommen“, das im Jahr 1990 zwischen der Stadt Krefeld und dem damaligen Landkreis Beeskow (heute Landkreis Oder-Spree) abgeschlossen wurde.

Bild mit Herbert Schirmer vor Schautafeln zum Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und Kunstarchiv Beeskow.

Die Ausstellung „Kultur ist Trumpf“, die Kultureinrichtungen des Landkreises Oder-Spree vorstellt, wurde von Herbert Schirmer unter Mitwirkung von Arnold Bischinger, Sabrina Kotzian, Stefan Rohlfs, Dr. Wolfgang de Bruyn, Dr. Klaus-Peter Oehler, Tilman Schladebach und anderen anlässlich 30 Jahre Wiedervereinigung, 30 Jahre partnerschaftliche Verbindung der Stadt Krefeld zum Landkreis Oder-Spree und 30 Jahre Kulturabkommen zwischen dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Krefeld kuratiert. 

Die Ausstellung konzentriert sich auf institutionelle Kultur-Hochburgen des Landkreises Oder-Spree, die auf anschauliche Weise davon zeugen, wie überlegt die seinerzeit Verantwortlichen bereits 1991 in den unruhigen Zeiten der gesellschaftlichen Transformation sich auf die Bereiche Kunst und Kultur in Verbindung zum Tourismus im weiteren Sinn festgelegt haben. Im Zentrum stehen Einrichtungen in der Trägerschaft des Landkreises Oder-Spree, aber auch anderer kommunaler und privater Träger. 

Die Präsentation der Ausstellung besteht aus acht thematischen Schwerpunkten: Es werden Kultureinrichtungen des Landkreises Oder-Spree vorgestellt, die nach 1990 entstanden sind oder ab diesem Zeitpunkt unter neuer Zielsetzung weiter entwickelt wurden. Die Mehrzahl der vorgestellten Einrichtungen geht über die regionale Bedeutung weit hinaus.
Mit dem Kunstarchiv Beeskow, dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt, der Stiftung Stift Neuzelle sind Hochburgen der Kultur entstanden, die bundesweit und international ausstrahlen. Das gilt gleichermaßen für das Museum des Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann in Erkner und erst recht für den Schriftsteller Günther de Bruyn, der im Landkreis Oder-Spree lebt. Das grenzüberschreitende deutsch-polnische Jugendprojekt »Junge Sicht auf Altes« mit Fotoreportagen und Texten, die Bauwerke und Denkmäler auf beiden Seiten der Grenze vorstellt, ergänzt die Tafelausstellung.

Die Themen der Ausstellung sind: Drei Strele-Burgen Beeskow, Friedland und Storkow | Kunstarchiv Beeskow – Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt | Kulturfabrik Fürstenwalde | Gerhart Hauptmann Museum Erkner | Günther de Bruyn. Romancier und Essayist | LOSCON-Kulturstiftung für Ostbrandenburg | Kulturstandort Bad Saarow (Theater am See, Film ohne Grenzen, Schwarwenka Kulturforum) | Stiftung Stift Neuzelle | Junger Blick auf Altes. Deutsch-polnisches Jugendprojekt.

Bild mit Herbert Schirmer vor Arbeiten von Matthias Steier

Zwei bildende Künstler des Landkreises ergänzen die Präsentation. Ulla Walter aus Schöneiche und Matthias Steier aus Eisenhüttenstadt zeigen jeweils aktuelle Werke der Malerei und Zeichnungen. Das Kunstarchiv Beeskow und das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR sind ebenfalls mit ausgewählten Bildbeispielen aus dem jeweiligen Bestand dabei.
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 15.00 – 18.00 Uhr | Gruppenführungen nach Absprache und zu den begleitenden Veranstaltungen. 
Aufgrund der Maßnahmen zur Vermeidung der Verbreitung von Corona ist die Gästezahl begrenzt. 
Anmeldung beim Veranstalter ist erforderlich: Werkhaus e.V., Südbahnhof, Saumstraße 9, 47805 Krefeld, eMail: info@werkhaus-krefeld.de, Telefon: 02151-5301812 | Telefax: 02151-5301819.

Im Bild (v.l.n.r.): Georg Dammer (Geschäftsführer des Werkhaus e.V.), Ursula Gast, Monika Vehreschild und Anja Jansen (Vorstand des Werkhaus e.V.), Oberbürgermeister Frank Meyer, Landrat Rolf Lindemann, Kurator Herbert Schirmer, Künstlerin Mauga Houba-Hausherr und Projektmitarbeiter Harry von Bargen. 

Die Ausstellung KULTUR IST TRUMPF wurde gefördert über den Landkreis Oder-Spree und das Programm durch die Stadt Krefeld sowie gefördert duch das

über




im Projektes „Spaltpilz und Schwedenbecher“ des Werkhaus e.V.

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