3333 – Obstwiese an Haus Rath

Von Peter Könen:
Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ haben die Eheleute Ingrid und Dieter Rackelmann zur Erinnerung an ihren im vergangenen Jahr verstorbenen Vater bzw. Schwiegervater Kurt Rackelmann, der am 29. Dezember 2020 sein 92. Lebensjahr vollendet hätte, einen Baum gespendet, der jetzt im Bereich der Obstwiese im Umfeld von Haus Rath in Krefeld-Elfrath gepflanzt wurde. Dabei handelt es sich um eine Wildbirne, die von den Spendern auf den Namen „Kurt“ getauft wurde.

Im Bild: Ingrid Rackelmann (mit Gießkanne) und Dieter Rackelmann (3.v.r.) bei der Pflanzung der von ihnen gespendeten Wildbirne, die sie im Beisein von NABUStiftungsvorstand Bodo Meyer (rechts), der Sprecherin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Grit Pöhlmann (3.v.l.), und Ideengeber Denis Kandora (Bildmitte) auf den Namen „Kurt“ tauften.

Dafür bedankte sich die Sprecherin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Grit Pöhlmann, bei den großzügigen Spendern und stellte mit Freude fest: „Damit kommen wir unserem Ziel, 3333 Bäume in und für Krefeld zu pflanzen einen weiteren Baum näher.“ Es sei der Baum Nr. 1450 von 3333 Bäumen, die die Initiative insgesamt pflanzen will. Das komme Mensch, Natur und Klima zugute, diene aber auch der Komplettierung des Baumbestandes der Obstwiese rund um Haus Rath. 
Ein „Dankeschön“ galt auch der unabhängigen „Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften“ des Naturschutzbundes (NABU) Krefeld/Viersen, die das Projekt „Obstwiese an Haus Rath“ auf dieser städtischen Fläche initiiert und realisiert hat, sowie der Baumschule Büssem-Indenklef, die den Baum beschafft und durch ihren Inhaber Peter Büssem und seinen Gesellen Kevin Kammer sach- und fachkundig ins Erdreich gesetzt habe. 

Das Projekt: Die Wiese soll mit Zierobstbäumen und Wildobstsorten bepflanzt werden. Ziel ist es, die Pflegekosten gering zu halten und trotzdem einen hohen Wert für die Natur zu erzielen. Diese Bäume bieten aufgrund ihrer unendlich vielen Blüten im Frühjahr den Insekten ein großes Nahrungsangebot. Im Herbst und Winter ernähren sie dann durch ihre bunten Früchte die Vogelwelt. Für die Menschen bietet die Wiese einen großzügigen Erholungsraum. Die Wiese soll durch eine Heckenpflanzung von der Straßenbahntrasse 042 abgegrenzt werden. 
Ideengeber für dieses Projekt sind Anwohner von Haus Rath, Dennis Kandora und dessen Vater Gerhard Kandora. Gepflanzt wurden bisher 11 von 38 Bäumen, darunter verschiedene Zierapfelsorten, wie Rudolph, Butterball, Everest, Red Sentinel und John Darwin. Der erste Baum, quasi als Auftaktbaum, wurde am 19. Dezember 2019 gepflanzt und auf den Namen „Rudolph“ getauft. 
Ein Lage- und Pflanzplan der Obstwiese an Haus Rath ist beigefügt. 

Zur Stiftung: Die Stiftung „Krefelder Natur- und Kulturlandschaften“ wurde im Jahre 2003 gegründet, um finanzielle Mittel einzusammeln, die etwa für den Ankauf oder die Pacht lokaler Naturschutzflächen sowie für die Bezahlung von Fachkräften, die sich zum Beispiel um die professionelle Pflege von Kopfweiden oder um Landschaftsbereiche mit bedrohten Tier-oder Pflanzenarten kümmern, die neben der öffentlichen Förderung von Natur- und Landschaft erforderlich sind. Der Stiftungsvorstand besteht aus Dr. Marion Mittag, Dr. HansChristian Mittag und Bodo Meyer. 

Zum Baum: Die Wildbirne, auch Holzbirne genannt, ist eine Art aus der Gattung der Birnen, die zu den Kernobstgewächsen in der Familie der Rosengewächse gehört. Die Wildbirne ist ein sommergrüner Baum. Sie erreicht eine Höhe von 8 bis 20 Meter, kommt aber auch als mittelgroßer Strauch mit einer Höhe von zwei bis vier Meter vor. Die Wildbirne hat eine kleinschuppige graue Rinde. Anders als bei den Kulturformen sind die Äste mit Dornen besetzt. Die Pflanzen können ein Alter von 100 bis 150 Jahren erreichen.

Die Wildbirne blüht von April bis Mai. Ihre Früchte weisen Steinzellen-nester auf, die für die Verholzung sorgen. Aus der Wildbirne ist die Kultur-Birne gezüchtet worden, mit Hunderten von Kultursorten schmackhafterer und weicherer Früchte. Die Wildbirne ist ein Baum des nährstoffreichen Auwalds und der Wälder warmer Mittelgebirge. In Mitteleuropa ist sie vornehmlich in den wärmeren Gegenden verbreitet wie Mittel- und Süddeutschland. Die Kulturform kommt nahezu überall vor.
Das Verbreitungsgebiet der Wildbirne reicht von Westeuropa bis zum Kaukasus. In Nordeuropa kommt sie nicht vor, da sie wärmebedürftig ist. Sie wird unter Waldverhältnissen oft durch konkurrenzstärkere Baumarten auf sehr trockene Standorte verdrängt und kommt daher am häufigsten an der Trockengrenze des Waldes vor, so auf basenreichen und flachgründigen, süd- oder westgerichteten Hängen im Mittelgebirgsraum. Aber auch in Auenwäldern an Rhein und Elbe ist sie von Natur aus anzutreffen.

Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18. Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde.
Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys.
Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und SeniorenWohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im gesamten Krefelder Stadtgebiet.

Initiative „3333 Bäum für Krefeld“ |c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |47805 Krefeld – Saumstraße 9 |Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative3333@t-online.de | www.3333baeume.de

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Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67

Schirmherrin: Renate Krins | Sprecherin: Grit Pöhlmann | Administration: Georg Dammer |Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Johann Heller-Steinbach und Peter Büssem – Baumschule Büssem

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