3333 – Rotahorn für den Kaiserpark

Von Peter Könen:
Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ haben Freunde der Hinterbliebenen der verstorbenen Krefelder Bürgerin Jutta Klein einen Erinnerungsbaum gespendet, der in den letzten Tagen im Krefelder Kaiserpark gepflanzt wurde. Dabei handelt es sich um einen Rotahorn. „Es ist der Baum Nr. 1453 von 3333 Bäumen, die wir im Rahmen unserer Initiative pflanzen wollen“, wie die Schirmherrin der Initiative, Renate Krins, erklärte.

Renate Krins dankte den Spendern, die damit nicht nur zum Andenken an die liebe Verstorbene ein persönliches Zeichen der Erinnerung schaffen, sondern gleichsam auch das Ziel der Initiative, 3333 Bäume in und für Krefeld zu pflanzen, unterstützten wollten. Das komme Mensch, Natur und Klima zugute, diene aber auch der Komplettierung des Baumbestandes im Krefelder Krefelder Kaiserpark der auch eine wichtige „grüne Lunge“ im
Stadtgebiet Krefeld darstelle.
Ein „Dankeschön“ galt auch dem Kommunalbetrieb der Stadt Krefeld, der – so Renate Krins – bei der Auswahl der Pflanzstelle und der Baumsorte behilflich gewesen sei, und der Baumschule Büssem-Indenklef, die den Baum beschafft habe, der von Inhaber Peter Büssem und seinem Gesellen Kevin Kammer sach- und fachkundig ins Erdreich gesetzt worden sei.

Zum Baum: Der Rotahorn, auch Scharlachahorn genannt, ist vor allem im östlichen Nordamerika an Flussufern und in Sümpfen, aber auch auf trockenen Bergrücken in Mischwäldern verbreitet. Das Areal des Rotahorns reicht vom Süden bis nach Neufundland und im Westen bis an den Rand der Prärie. In den südlichen Appalachen ist er bis in einer Höhe von 1800 Metern zu finden. Der Rotahorn kommt im Norden in Mischwäldern
zusammen mit dem Zuckerahorn vor, im Süden in sommergrünen Laubwäldern mit der Amerikanischen Buche und der Roteiche.
Mit einer Höhe von etwa 10 bis 15 Metern und einer Breite von 7 bis 10 Metern ist der Rotahorn ein mittelgroßer Baum. Sein Jahreszuwachs in der Höhe beträgt 40 Zentimeter und in der Breite zwischen 15 und 20 Zentimeter. Seine Baumkrone wächst kegelförmig bis rundlich. Mit zunehmendem Alter hängt die Bezweigung locker über. Die Zweige haben eine rotbraune Rinde, die Stammborke ist hellgrau und längsgefurcht. Die sommergrünen Blätter des Rotahorns sind gegenständig und werden zwischen 6 bis 10 Zentimeter lang. Die Blätter besitzen drei, seltener fünf Lappen. Ihre Oberseite ist dunkelgrün, während die Unterseite eine bläulich weiße Färbung aufweist. Vor allem im Herbst begeistert der Rotahorn mit gelber bis leuchtend roter Laubfärbung.
Der Rotahorn ist in der Regel zweihäusig, in seltenen Fällen kommen auch männliche und weibliche Blütenstände zusammen an einem Baum vor. Seine roten, auffallenden Blüten kommen deutlich vor dem Laubaustrieb im März bis April zum Vorschein und stehen an schlanken Stielen in dichten Büscheln beisammen. Vor allem die weiblichen Blüten sind sehr attraktiv.

Zum Kaiserpark: Der Kaiserpark ist eine vergleichsweise kleinere Parkanlage im Krefelder Ortsteil Bockum und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Er war ursprünglich zu Ehren des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. (1797-1888, Kaiser ab 1871) als Botanischer Garten konzipiert.
Der Kaiserpark wird zum größten Teil von einem Weiher bestimmt, der in Form einer liegenden Acht gestaltet ist und in der Mitte von einer kleinen Brücke überspannt wird. Im südlichen Teil des Parks ist ein Spielplatz integriert.
Den größten optischen Reiz bietet der Park im Herbst. Durch die Herbstfärbung kontrastieren die gelben und rostroten Tonabstufungen der Laubbäume und der sommergrünen Nadelgehölze mit dem Grün der immergrünen Nadelgehölze. Ein sehr schönes Panorama bietet sich dem Besucher, wenn er von Süden auf den mittleren Teil des Weihers mit den umgebenden Gehölzen schaut und von der Brücke in der Mitte auf den
nördlichen Gewässerrand.
Zu den Laubbäumen im Park zählen u.a. Eichen, Platanen, Birken, Buche, Hainbuchen, Rosskastanien, Bergahorn, Schnurbaum, Amberbaum. Die sommergrünen Nadelgehölze sind u.a. Lärche und Urweltmammutbaum. Immergrüne Nadelgehölze sind Kiefern, Tannen, Fichten und Eiben.

Im Bild: Mitglieder der Familie und Freunde der verstorbenen Krefelderin Jutta Klein bei der Pflanzung eines Baumes, der in dankbarer Erinnerung an die Verstorbene im Krefelder Kaiserpark gepflanzt wurde.

Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18. Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde.
Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys. Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und SeniorenWohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im gesamten Krefelder Stadtgebiet – und natürlich im Krefelder Kaiserpark.

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Initiative „3333 Bäum für Krefeld“ |c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |47805 Krefeld – Saumstraße 9 |Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative3333@t-online.de | www.3333baeume.de

Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67

Schirmherrin: Renate Krins | Sprecherin: Grit Pöhlmann | Administration: Georg Dammer |Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Johann Heller-Steinbach und Peter Büssem – Baumschule Büssem

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