3333 – Die Pflanzperiode Herbst 2021 hat begonnen

von Peter Könen
Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ wurden am 24. September 2021 im Fischelner Stadtpark weitere zwei Bäume gepflanzt. Anlass war die Goldhochzeit der Eheleute Brigitte und Gunnar Pommeranz aus Fischeln. Dem Jubelpaar gratulierte die Schirmherrin der Initiative, Renate Krins, nicht nur zum 50-jährigen Ehejubiläum, sondern dankte ihm auch sehr herzlich für die großzügige Baumspende.
Neben den „Goldhochzeitern“ und ihrer Familie konnte Renate Krins auch den Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtparks Fischeln, den ehemaligen Bürgermeister und Bundestagsabgeordneten Bernd Scheelen, zur Baumpflanzung begrüßen.

Die Eheleute Brigitte (2.v.r.) und Gunnar Pommeranz (Mitte) bei der Pflanzung eines Walnuss-Baumes mit der Schirmherrin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld, Renate Krins (rechts), Baumschulinhaber Peter Büssem (links) und dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtparks Fischeln, Bernd Scheelen (2.v.l.).

Mit dieser Baumpflanzung komme die Initiative ihrem Ziel, 3333 Bäume in und für Krefeld zu pflanzen, zwei Bäume näher. Es seien die Bäume Nr. 1486 bis 1487 von 3333 Bäumen, die die Initiative insgesamt pflanzen wolle, erklärte Renate Krins. Das komme Mensch, Natur und Klima zugute, diene aber auch der Komplettierung des Stadtparks Fischeln, der eine wichtige „grüne Lunge“ im Stadtbezirk Fischeln darstelle. Renate Krins dankte auch Peter Büssem und seinem Gesellen Kevin Kammer von der Baumschule Büssem-Indenklef, die nicht nur bei der Beschaffung der Bäume behilflich waren, sondern auch tatkräftig dabei geholfen haben, die Bäume sach- und fachkundig ins Erdreich zu setzen. Ihr Dank galt ferner Klaus Speck und seinem Team vom Kommunalbetrieb der Stadt Krefeld, der bei der Auswahl der Baumsorten und der Festlegung der Pflanzstellen behilflich war.
„Wir freuen uns sehr, hier und heute im Stadtpark Fischeln mit der Initiative ‚3333 Bäume für Krefeld’ zwei Walnuss-Bäume pflanzen zu dürfen“, stellte Gunnar Pommeranz – auch im Namen seiner Ehefrau Brigitte – in seinem Grußwort fest und fügte hinzu: „Indem wir die beiden Bäume im schönen Stadtpark Fischeln pflanzen, erinnern wir gleichsam an unsere
Eheschließung vor 50 Jahren und würdigen so eine großartige und glückliche Zeit, in der uns mit Sonja und Sascha zwei wunderbare Kinder geschenkt wurden. Damit sind wir auch einem angeblichen Spruch von Martin Luther gefolgt, der da gesagt haben soll: ‚Ein Mann soll in seinem Leben einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und ein Kind zeugen‘. Dem sind
wir nicht nur gefolgt, sondern haben diesen Anspruch sogar mehr als erfüllt, indem wir zwei Kinder gezeugt, ein Haus gebaut und und nunmehr – neben all den anderen Bäumen in unserem Garten – zwei Bäume gepflanzt haben.“

Die Eheleute Brigitte (2.v.l.) und Gunnar Pommeranz (links) beim „Angiessen“ des zweiten Walnuss-Baumes mit Schirmherrin Renate Krins (rechts) und Baumschulinhaber Peter Büssem (2.v.r.).

Zu den Bäumen: Die Walnuss oder der Nussbaum ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse. Sie heißt meist umgangssprachlich einfach Walnussbaum oder Walnuss, regional auch Welschnuss (Österreich, Bayern)
oder Baumnuss (was ebenfalls die schweizerische bzw. alte alemannische Bezeichnung der Frucht ist). Der Name „Walnuss“ bedeutet ursprünglich „welsche (also „von den Romanen her kommende“) Nuss“, da sie über Frankreich oder Italien ins Deutsche kam. Ihre Früchte sind die bekannten Walnüsse. Das Walnussholz gilt als das begehrteste und wertvollste des
mitteleuropäischen Waldes.
Der Walnussbaum wird 15 bis 25 m, in dichteren Baumbeständen auch bis 30 m hoch. Sein Höhenwachstum endet mit ca. 60 bis 80 Jahren. Er kann ein Alter von 150 bis 160 Jahren erreichen. Der Baum bildet ein tief wurzelndes Pfahl-Herzwurzelsystem und im Freistand eine breite Krone aus. Seine Rinde ist in der Jugend glatt und aschgrau, im Alter entwickelt sich eine tiefrissige, dunkel- bis schwarzgraue Borke. Die wechselständigen Blätter sind unpaarig gefiedert mit 5 bis 9 Fiederblättchen und erreichen eine Länge von bis zu 40 cm. Im Frühjahr ergrünt die Walnuss als letzter Laubbaum noch nach der Eiche; im Herbst wirft sie früh ab. Die Laubblätter verströmen beim Zerreiben einen aromatischen Duft.

Zum Stadtpark Fischeln: Im Rahmen der EUROGA 2002 wurde der circa 100 Hektar große Fischelner Park geplant und ausgewiesen, von dem mittlerweile rund 35 Hektar angelegt sind. Er zieht sich von der Kölner Straße südlich der Vulkanstraße in westliche Richtung bis nahe an die Oberschlesienstraße, im Süden wird er von der Anrather Straße begrenzt. Der Fischelner Stadtpark ist ein noch sehr junger Park. Begonnen wurde mit der Anlage des Parks 1993. Am 19. November 1993 hoben 24 Krefelder in der Gaststätte Gietz, Marienstraße, den „Verein der Freunde und Förderer des Stadtparks Fischeln“ aus der Taufe und wählten einen 9-köpfigen Vorstand mit Bernd Scheelen an der Spitze. Der Zweck des Vereins ist die Förderung des Stadtparks Fischeln. Der Verein leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und zum Umweltschutz.

Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18. Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Behufs (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde.
Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys.
Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und Senioren-Wohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im
gesamten Krefelder Stadtgebiet.

Initiative „3333 Bäum für Krefeld“ |c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |47805 Krefeld – Saumstraße 9 |Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative3333@t-online.de | www.3333baeume.de

Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67

Schirmherrin: Renate Krins | Administration: Georg Dammer |Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Johann Heller-Steinbach und Peter Büssem – Baumschule Büssem

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