3333 – Obstwiese an Haus Rath

Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ hat die naturverbundene Bürgerin Ingrid Rackelmann ihrem Ehemann Dieter Rackelmann zum 70. Geburtstag einen Baum geschenkt, der bereits vor einigen Wochen im Bereich der Obstwiese im Umfeld von Haus Rath in Krefeld-Elfrath gepflanzt und nunmehr von der Spenderin und vom Beschenkten im Beisein von Vertretern der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ und des Naturschutzbundes Krefeld-Viersen vor Ort begutachtet und gewässert wurde. Dabei handelt es sich um einen Zierapfel, der auf den Namen „Dieter“ getauft wurde.

Dafür bedankte sich der Fachberater der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Johann HellerSteinbach, bei der Spenderin und stellte mit Freude fest: „Damit kommen wir unserem Ziel, 3333 Bäume in und für Krefeld zu pflanzen einen weiteren Baum näher.“ Es sei der Baum Nr. 1507 von 3333 Bäumen, die die Initiative insgesamt pflanzen will. Das komme Mensch, Natur und Klima zugute, diene aber auch der Komplettierung des Baumbestandes der Obstwiese rund um Haus Rath. 

Im Bild: Ingrid Rackelmann (3.v.R.) und Dieter Rackelmann (5.v.r.) bei der Begutachtung und Wässerung des Zierapfels, den sie im Beisein von Fachberater Johann Heller-Steinbach (2.v.r.) sowie von Freundinnen und Freunden auf den Namen „Dieter“ taufte.

Ein „Dankeschön“ galt auch der unabhängigen „Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften“ des Naturschutzbundes (NABU) Krefeld/Viersen, die das Projekt „Obstwiese an Haus Rath“ auf dieser städtischen Fläche initiiert und realisiert hat, sowie der Baumschule Büssem-Indenklef, die den Baum beschafft und durch ihren Inhaber Peter Büssem und seinen Gesellen Kevin Kammer sach- und fachkundig ins Erdreich gesetzt hatte. 

Das Projekt: Die Wiese soll mit Zierobstbäumen und Wildobstsorten bepflanzt werden. Ziel ist es, die Pflegekosten gering zu halten und trotzdem einen hohen Wert für die Natur zu erzielen. Diese Bäume bieten aufgrund ihrer unendlich vielen Blüten im Frühjahr den Insekten ein großes Nahrungsangebot. Im Herbst und Winter ernähren sie dann durch ihre bunten Früchte die Vogelwelt. Für die Menschen bietet die Wiese einen großzügigen Erholungsraum. Die Wiese soll durch eine Heckenpflanzung von der Straßenbahntrasse 042 abgegrenzt werden. 

Ideengeber für dieses Projekt sind Anwohner von Haus Rath, Dennis Kandora und dessen Vater Gerhard Kandora. Gepflanzt wurden bisher 26 von 38 Bäumen, darunter verschiedene Zierapfelsorten, wie Rudolph, Butterball, Everest, Red Sentinel und John Darwin. Der erste Baum, quasi als Auftaktbaum, wurde am 19. Dezember 2019 gepflanzt und auf den Namen „Rudolph“ getauft.

Zur Stiftung: Die Stiftung „Krefelder Natur- und Kulturlandschaften“ wurde im Jahre 2003 gegründet, um finanzielle Mittel einzusammeln, die etwa für den Ankauf oder die Pacht lokaler Naturschutzflächen sowie für die Bezahlung von Fachkräften, die sich zum Beispiel um die professionelle Pflege von Kopfweiden oder um Landschaftsbereiche mit bedrohten Tier- oder Pflanzenarten kümmern, die neben der öffentlichen Förderung von Natur- und Landschaft erforderlich sind. Der Stiftungsvorstand besteht aus Dr. Marion Mittag, Dr. Hans Christian Mittag und Bodo Meyer. 

Zum Baum: Der Zierapfel ist ein echtes Highlight für jeden Garten und jede Grünanlage. Seine unglaubliche Blütenfülle im Frühling und sein fantastischer Fruchtschmuck im Herbst begeistern jeden Pflanzenfreund. Während der Blütezeit im Mai bedecken unzählige weiße Blüten den Baum und verströmen einen feinen süßlichen Duft. Die Blüten ziehen zahlreiche Bienen und Hummeln an und bieten ihnen Nahrung. Die Insekten bestäuben die Blüten und sorgen für reichlich Früchte am Zierapfel. Bis zum Herbst entwickeln sich kirschgroße Äpfelchen in großer Anzahl. Sobald die Blätter fallen, sind sie mit ihrer dunkelroten Färbung ein absoluter Blickfang. Bis tief in den Winter hinein lockt das Bäumchen mit seinen glänzenden Früchten Vögel an. Denn die Tiere fressen die Äpfel gerne. 

Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18. Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde. 

Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys. 

Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und Senioren- Wohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im gesamten Krefelder Stadtgebiet – und natürlich hier auf der Obstwiese an Haus Rath. 

Initiative „3333 Bäum für Krefeld“ |c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |47805 Krefeld – Saumstraße 9 |Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative3333@t-online.de | www.3333baeume.de

Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67

Schirmherrin: Renate Krins | Administration: Georg Dammer | Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Peter Büssem – Baumschule Büssem

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