Werkbühnen Konzert mit Wallgrin

Popsongs jenseits des Mainstream

Die überschaubare Zahl der Zuschauenden, die ihren Weg in die Halle des Südbahnhofs am vergangenen Donnerstag fanden, konnten Zeug*innen einer jungen Künstlerin in besonderer, intimer Atmosphäre werden.

Gleich mit dem Opener wurde klar, das die Genregrenzen des Pop bei Wallgrin sehr weit gedehnt werden. „And yet the wheel turns“, eine Erzählung über die Welt im stetigen Wandel und sowohl Album- als auch Tourtitel, begann zart und verletzlich, um sich dann in einer dichten Wolke aus Hall und Echo in dramatische Höhen zu schwingen.

So kontrastreich ging es es dann auch durch das knapp anderthalbstündige Programm, durch das die gebürtige Kanadierin Tegan Wahlgren mit cooler und unaufgeregter Attitüde führte. Ihre Stimme spielte dabei gekonnt in verschiedenen Oktavlagen, von extrovertiert und exzentrisch in den hohen Lagen, manchmal auch verletzlich und betont brustlastig gesungen als Bariton.

Dabei folgen ihre Lieder keinem roten Faden, verzichten bewusst auf repetitive Muster und ausgetretenen Songschemata. Wallgrin verzichtet auf eingängige Refrains und legt ihre Kompositionen als eine Reise an.

Bei ihrem ersten Besuch in Deutschland ist sie ohne Begleitmusiker über den großen Teich gekommen und begleitete sich selbst am Synthesizer und mithilfe von Playbacks, was dem Vortrag aber nichts seiner Intensität nehmen konnte.

Wir sind sehr gespannt auf die Entwicklung des jungen Ausnahmetalents und freuen uns darauf sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen.


Mehr über die Künstlerin, findet ihr hier.

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