Jubiläumsfest der Emmaus-Gemeinde im Südbahnhof

Die Gemeinschaft zur Förderung gesellschaftlich benachteiligter Menschen feierte ihr 25-Jähriges Bestehen in Krefeld in den Räumlichkeiten des Werkhaus e.V.

Emmaus-Gemeinschaften aus ganz Europa bringen Edeltrödel mit zum Jubiläum

Am Samstag, 15. Oktober, verwandelte sich das Gelände des Südbahnhof an der Saumstraße in einen großen Trödel- und Antikmarkt. „Seit 8.30 Uhr bin ich unterwegs,“ sagte die Geschäftsführerin der Emmaus-Gemeinschaft Krefeld, Elisabeth Kreul nachmittags um 15 Uhr und schleppt einen großen Topf Suppe in den hinteren Raum, wo auch Kuchen und Waffeln verkauft werden. „Da haben wir mit dem Aufbau begonnen.“ Einen großen Tisch haben sie und ihre Helfer mit Gegenständen aus den Haushaltsauflösungen bestückt.

Bei der Jubiläumsfeier der Emmaus-Gemeinde konnte man vor dem Südbahnhof einfach auch das schöne Wetter genießen und sich gut unterhalten

Das Ziel von Emmaus: Auch Arme und Benachteiligte teilhaben zu lassen

Mit solchen Verkäufen finanziert sich die Gemeinschaft unter anderem. Zu Gast sind auch Emmaus-Gemeinschaften aus England und den Niederlanden, die besondere Stücke anbieten, auf die sie bei den Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen gestoßen sind, bei denen sie auch sozial benachteiligte Menschen beschäftigen um ihnen auf diese Weise eine Perspektive zu eröffnen. Auch eine Gruppe aus Frankreich ist gekommen, aus dem Mutterland der Emmaus-Gemeinde, die 1949 von dem katholischen Geistlichen Pierre Abbe Pieré gegründet wurde. Sie bieten „Vintage“-Artikel. Eine solche Vielfalt hätte Emmaus Krefeld nicht auf ihrem eigenen Gelände an der Peter-Lauten-Straße nicht unterbringen können.

Nicht nur das Werkhaus e.V. unterstützt Emmaus beim Jubiläum

„Es ist selbstverständlich, dass sie bei uns feiern können“, sagte Georg Dammer, Geschäftsführer des Werkhaus e.V. „Die Emmaus-Gemeinde ist wie wir politisch und sozial engagiert.“ Hier gibt es sogar Platz für eine Bühne, auf der zwischen 12 und 20 Uhr fünf Gruppen zu Ehren von Emmaus Krefeld auftreten um die Jubiläumsgäste zu unterhalten. Für Martin Engelien ist das selbstverständlich. Der Bassist gehörte unter anderem zur Klaus Lage Band, tourte mit Helge Schneider und Herwig Mitteregger und produzierte CDs für Albert Mangelsdorf.  Er hat Profi-Gitarrist Dennis Hormes mitgebracht. Die beiden kann man sonst im Jazzkeller in Engeliens Go-Music-Reihe hören – hier spielen sie kostenlos. „Ehrensache“, wie Engelien sagt. „Mit Euch habe ich zwei Umzüge gemacht“, sagt er gut gelaunt. „Und das hat so gut geklappt.“ Auch Rock am Ring spezial, Dye Works, Tschalo und Frau Mathei singt traten auf.

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