Versteckter „Mittelstein“

Bekanntlich baute der Werkhaus e. V. die Gebäude auf dem Spielplatz Dießemer Straße zum Kinder- und Jugendzentrum um. Endlich konnte, nach langer Planungsphase, 1991 mit dem Bau des SpieDie begonnen werden. Allerdings hatten die Aktiven in der Hektik und Euphorie der ersten Tage und Wochen vergessen, einen Grundstein zur Erinnerung zu verlegen. Beinahe alle Mauern in den ersten beiden Bauabschnitten waren nach fast einjähriger Bauzeit schon gesetzt. Das kleine, frei stehende Haus wurde bereits für die Kinderbetreuung genutzt und im vorderen Flachbau sollten nur noch eine Theke und ein Windfang gemauert werden. Dankbar war man für die geleistete Arbeit der kleinen und großen Helfer und Firmen, die am Bau beteiligt waren. Ein Dank sollte auch den Spendern ausgesprochen werden, die den Bau erst ermöglichten. Was tun?

Die Idee! In der Theke vor dem Büro sollte eine Schatulle als Ersatz für den Grundstein eingemauert werden, sozusagen als „Stein“, der an die Mitte der Bauzeit erinnern sollte. In die Box kamen ein paar Pfennige, eine Tageszeitung und ein Text, in dem namentlich allen am Bau beteiligten gedankt wurde. Feierlich wurde die verschlossene Box als „Mittelstein“ im Absatz zwischen der Theke und dem Windfang vor versammelten Gästen eingesetzt und vermauert. Dort ruht er seitdem immer noch. Nach alter Tradition lautet der letzte Satz des eingemauerten Textes. „Gott schütze dieses Haus!“

Im Foto zeigt Aylin, wo der „Mittelstein“ verborgen ist.


Geheimes SpieDie ist eine Geschichten-Reihe von Helmut Boeck, langjährigem Mitarbeiter des Werkhaus e. V. und ehemaligem Leiter des SpieDie- Er erinnert sich und lüftet „Geheimes“, macht in lockerer Berichterstattung Verborgenes sichtbar. Wer noch weitere Geschichten auf Lager hat, kann sich bei uns melden.

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