Roter Berlepsch trifft Apfelkuchen zum 70. Geburtstag

Heute, am 22.11.2018, pflanzt die Initative 3333 Bäume für Krefeld den 1.356igsten Baum und steht schon in den Startlöchern, um in der nächsten Woche 2 weitere zu pflanzen. Noch scheint die Sonne, geht aber bald langsam und unaufhaltsam hinter Hausdächern und Baumwipfeln unter. Also nicht lange reden, sondern ran an den Spaten!

Glücklicher Weise ist diesmal reichlich Grabewerkzeug vorhanden, so dass in einer gemeinschaftlichen Aktion das Pflanzloch vorbereitet werden kann, bevor die Profis richtig in die Tiefe gehen.

Peter Könen hat zu seinem 70. Geburtstag diese Baumpflanzung durch seine Spende ermöglicht und außerdem noch eine Kuchentafel für die Gäste gedeckt.

Zum Spender: Peter Könen, geboren am 22. November 1948 in Bedburg/Erft, ist seit 2017 nicht nur aktiver Mitstreiter in unserem ehrenamtlich tätigen Baumteam, sondern auch bereits mehrfacher Baumspender, der seine jüngsten runden und halbrunden Geburtstage zum Anlass genommen hat, im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ Bäume zu spenden und zu pflanzen. Zum 60. Geburtstag im Park der Dr. Ulrich-Lange-Stiftung, zum 65. Geburtstag in einer kleinen Grünanlage des Stadtarchivs Krefeld und heute hier im „Garten der Begegnung“. Zwischendurch – auch u.a. gemeinsam mit Grit Pöhlmann- im Innenhof des Lazarus-Altenheims in Hüls, in der Grünanlage des Altenheims in Linn (gemeinsam mit seinem früheren Kollegen Günter Holthoff) und auf dem Gelände des Berufskollegs Vera Beckers.

Der Baum wird auf den Namen „Dorothee“ getauft und ehrt die Hülser Ärztin Dr. Dorothee Engers stellvertretend für die ehrenamtlichen HelferInnen und Helfer der Gruppe „Grün ist die Hoffnung“ , die Integration durch gemeinsames Gärtnern über die Anlage und Betreuung des „Garten der Begegnung“ fördert.

Kuchen, natürlich auch ein Apfelkuchen, und Kaffee stehen bereit am Bauwagen und auf den Tischen im „Garten der Begegnung“ in Hüls, um nach der Pflanzung des Roten Berlepsch verköstigt zu werden (ohne Foto ;) – leider war es plötzlich dunkel und der Akku leer).

Der Rote Berläpsch ist unsere zweite Pflanzung an diesem Ort und passt als Bestäuber gut zur Goldparmäne, die von Ulle Schauws am 28. Mai diesen Jahres gepflanzt wurde.

Peter Könen ist Diplomverwaltungswirt. Nach seiner Ausbildung war er von 1972 bis 1982 in verschiedenen Funktionen vom Sachbearbeiter bis zum Amtsleiter bei der Stadtverwaltung Bedburg/ Erft tätig, bevor er in den Dienst der Stadt Krefeld eintrat, um dort 35 Jahre in einer wichtigen Schnittstelle zwischen Rat und Verwaltung der Stadt Krefeld zu arbeiten.  Seit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2017 unterstützt Peter Könen in Krefeld ehrenamtlich die Initiativen „3333 Bäume für Krefeld“, „Sportstadt Krefeld/Olympia 2032“ und „Schutz der Insekten in Krefeld“. Als Referent und Tagungsleiter widmet er sich zudem in der Konrad-Adenauer-Stiftung der politischen Bildung und als Dozent am Rheinischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln der Aus- und Fortbildung des kommunalen Nachwuchses. Peter Könen ist seit 1974 verheiratet und wohnt mit ihrer Ehefrau in Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss.

Die Baumpflanzung übernimmt in bewährter Weise die Baumschule Peter Büssem, die selbst auch zu den Baumspendern gehört. Neben anderen hat Peter Büssem zwei Bäume für das Hospiz gespendet. Er und sein Geselle Kevin Kammer sorgen auch heute dafür, dass der Apfelbaum sach- und fachgerecht im Boden verankert wird.

„Roter Berlepsch“ ist ein Winterapfel und Sproßmutation aus der Sorte „Freiherr von Berlepsch“. Die Frucht ist mittelgroß, bei geringerer Pflege bzw. überreichem Behang ohne Ausdünnen auch klein, 43 – 60 mm hoch, 58 – 70 mm breit, flachkugelig, meist ziemlich regelmäßig gebaut, gegen den Kelch zu nur wenig stärker abnehmend und hat auf der Kelchfläche 5 typische Rippen.
Die Schale ist ziemlich fest, die Deckfarbe bräunlichrot bis ziegelrot angehaucht, verwaschen, gesprenkelt oder verwaschen gestreift, sonnseits mehr oder weniger leuchtend dunkelrot deckfärbig, Schalenpunkte meist rostartig, unterschiedlich groß, mehr oder weniger
auffällig, Berostung, Rostanflüge und Figuren können vorkommen.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, bisweilen etwas rosarot gefärbt, ziemlich fest bis mittelfest, feinzellig, saftig, harmonisch süß-säuerlich, edel gewürzt, reich an Vitamin C.
Der Baumwuchs ist in der Jugend kräftig, aufrecht, später nachlassend, Kronenaufbau, dann mehr auseinandergehend, breitkugelig, frostempfindlich im Holz. „Roter Berlepsch“ hat von Natur aus meist reicheren Ansatz, ohne Ausdünnen dann aber auch kleinere Früchte.

Der Rote Berlepsch ist ein guter Pollenspender für Ananasrenette, Cox Orangenrenette, Gelber Bellefleur, Gelber Edelapfel, Glockenapfel, Goldparmäne, Jonathan, Landsberger Renette, Zuccalmaglio Renette u.a.

Im Laufe des Oktobers kann der Apfel gepflückt werden und ist lagerfähig von Dezember bis März.
Mal sehen, was nächstes Jahr schon geerntet werden kann.

 

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