Erscheint das Bild einer Frau

Isabel Mankas-Fuest

Deine Erzählung beginnt erst in den 70ern des letzten Jahrhunderts.
Dafür war die „zweite Frauenbewegung“ verantwortlich.
Die „erste“ Frauenbewegung 100 Jahre zuvor hatte für Frauenbildung und Wahlrecht gekämpft, nun setzen sich Frauen für einen Wandel ein, der der rechtlichen Gleichstellung, gleiche Chancen in Familie, Wirtschaft und Gesellschaft folgen lassen sollte.
Dein Ziel ist ein „work in progress“…

Heute erscheint das Bild der Frau sehr ambivalent, alles geht, nichts muss: an die Stelle der „neuen Frau“ der 1920er-Jahre ist eine Vielzahl von Lebensentwürfen getreten:
zwischen Angela Merkel, Juli Zeh und Nina Hagen, sind heute viele Wege möglich.
Deiner dauerte ein paar Jahrhunderte, es verging viel Zeit, bis die Gesellschaft begriff, dass du den Männern nicht mehr zu Diensten stehst, nicht mehr nur im Haushalt arbeitest, dich intellektuell betätigst: du liest oder schreibst Briefe, musizierst oder denkst über etwas nach.


Heute
inszenieren sich junge Frauen auf den Social-media Plattformen nach althergebrachten Stereotypen: sie stürzen sich auf absolute Klischee-Themen: Mode, Beauty, Basteln und Kochen.
Ergebnisse einer Studie zum Thema Frauenbild in den sozialen Medien haben ergeben, dass es typische Posen gibt, die besonders viele likes und shares bringen:

„Locker, stark und doch sexy“: das zur Seite ausgestellte Bein

„Das liebenswürdige Mädchen“: das zufällig überkreuzte Bein

Ein angewinkelter Arm und die Hand wie beiläufig im Haar Der vermeintlich zufällige Blick über die Schulter – darin bist du Expertin.

südsam ein Projekt des Werkhaus mit dem KRESCHTheater
gefördert durch

durch

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