Kulturarbeit in Zeiten der Pandemie – Teil 2 – Sicherheit und Hygiene

Im letzten Teil meiner Berichterstattung unseres aktuellen Treibens im Südbahnhof, habe ich versucht zu beschreiben, wie wir versuchen uns auf die derzeitigen Einschränkungen einzuschießen und gleichzeitig der Startschuss zu unserem Live-Streaming Experiment „Allesamt am seidenen Faden“ abgegeben wurde. In Teil 2 möchte ich einen Einblick in die Problemstellung rund um das Thema Sicherheit und Hygiene geben.

Während wir parallel angefangen haben ein Team aus der Veranstaltungs- und Kulturszene zusammen zu trommeln, dass unser Unterfangen als dauerhafte Akteure oder Gäste möglich machen sollte, haben wir in Absprache mit dem Werkhaus Team die möglichen Abläufe und notwendigen Sicherheitsvorkehrungen besprochen. Grade das Thema Sicherheit & Hygiene hat uns großes Kopfzerbrechen bereitet und begleitet alle Anwesenden im Südbahnhof dauerhaft. Die vorgeschriebenen Abstände und Hygienemaßnahmen verlangen neben der Arbeit am eigentlichen Projekt ein großes Maß an Aufmerksamkeit und Vorsicht im Umgang miteinander; von den ersten Ideen für die einzelnen Elemente der Sendung bis hin zum eigentlichen Dreh und der anschließenden Verabschiedung ohne Schulterklopfen und Umarmungen.


Durch die Nutzung von Online-Projektmanagement-Werkzeugen und Filesharing- bzw. Cloud-Dienste ist es möglich viele Arbeitsschritte ohne direkten persönlichen Kontakt zu erledigen. Für viele aus dem Team ist die Organisation von Veranstaltungen mit verschiedenen Online-Tools nicht fremd, die komplette Planungsarbeit im Netz zu strukturieren und Meetings mit mehr als zwei Teilnehmern in einer Video-Konferenz-Schaltung zu bewältigen, war für uns alle allerdings eine völlig neue Herausforderung.

Während der Proben herrscht absolute Mundschutzpflicht

Diesen Teil des Projektes so zu gestalten, dass keine Ansteckungsgefahr für die Teilnehmenden besteht, war also dementsprechend einfach. Für die Vorarbeiten vor Ort und den eigentlich Dreh ist es notwendig, dass mehrere Menschen gleichzeitig in einem Raum arbeiten. Die Halle des Südbahnhofs bietet dafür den idealen Rahmen. Auf der einen Seite hat der Raum einen sehr einzigartigen Charme und unverwechselbaren Charakter, auf der anderen Seite ist er sehr wandelbar und weitläufig, sodass es möglich ist mit mehreren Leuten zu arbeiten, ohne sich ständig im Weg zu stehen und viele Möglichkeiten hat, verschiedene Settings zu realisieren. Die Arbeitsabläufe wurden trotzdem so strukturiert, dass in einzelnen Teams gearbeitet wurde und besonders bei den Vorbereitungen die Zeitpläne so aufzubauen, dass nur so viele Menschen wie wirklich notwendig gleichzeitig vor Ort waren.

Team Schön für Bühnen- und Spielgestaltung ist immer nur dann anwesend, wenn sonst keiner vor Ort ist. Da es sich hier um eine Wohngemeinschaft handelt, dürfen Abstandsregeln ignoriert werden. Glück für Team Schön!


Das barg wieder seine ganzen eigenen Schwierigkeiten, da das Team für das Bühnenbild (Team Schön) nicht mehr vor Ort war, als Team Video später zum Einrichten in den Südbanhnhof kam, um seine Vorbereitungen zu treffen und gezwungen war mit den bestehenden Gegebenheiten auszukommen. Für den Dreh der Livesendung haben wir dann beschlossen einen Posten nur für die Hygiene und Sicherheit zu besetzen, um während des ganzen Produktionsablaufs dafür zu sorgen, mögliche Sicherheitsrisken zu minimieren.

Das Arbeiten mit Handschuhen und Gesichtsmasken ist sehr ungewohnt und schrenkt bei vielen Tätigkeiten ein, gibt uns aber die Sicherheit uns keinen unnötigen Risiken auszusetzen.
Im nächsten Teil dieser Reihe möchte ich einen Einblick über den Kontakt mit dem Publikum über Social Media geben und über die inhaltliche Arbeit und Formatfragen diskutieren.

Hier Episode 1 auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=Bt2tDKtJU4U

Hier gehts zu Teil 1 von „Kulturarbeit in Zeiten der Pandemie“
https://brennpunktkrefeld.de/25761/kulturarbeit-in-zeiten-der-pandemie-teil-1-die-idee/

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