allEinsam: 1. Treffen

allEinsam – ein interdisziplinäres Kunstprojekt mit Menschen ab 60 – setzt auf die Freude und Lust, sich künstlerisch mit dem Thema der Einsamkeit zu beschäftigen. Es geht um den künstlerischen Blick auf ein Thema, das uns alle auf unterschiedliche Weise betrifft und gesellschaftliche wie persönliche Komponenten hat.
Erstes Treffen: Montag 2. März 2019 um 18:00 Uhr im Südbahnhof!

Einsamkeit
ist
wie
ein
körperlicher Schmerz,
vergleichbar mit
Hunger.

Einsamkeit ist ein individuelles, ein subjektives Gefühl.
Sie kann verschiedene Facetten annehmen, kann als Frühwarnsystem fungieren und dadurch motivierend wirken oder in einen Teufelskreis aus Enttäuschung und Abgrenzung führen.
Die Zahl derjenigen, die unter Einsamkeit leiden steigt. Nicht ohne Grund gibt es inzwischen Ministerien und Forschungszweige, die sich ausschließlich der Einsamkeit widmen.

Einsamkeit ist ein gesellschaftlich relevantes Thema.
Dabei ist Einsamkeit nicht ausschließlich ein Thema für ältere Menschen. Die Wissenschaft spricht von drei Hochphasen der Einsamkeit. So gaben in Umfragen neben hochaltrigen Menschen (ab 75/80 Jahren), vermehrt auch Menschen um die 30 und um die 60 Jahre an, sich mindestens einmal die Woche einsam zu fühlen.
In diesem Projekt wollen wir der Einsamkeit künstlerisch begegnen. Wir wollen sie sezieren, erforschen, sie hinterfragen und neu definieren. Wir wollen persönliche Räume der Einsamkeit gestalten, ihr durch Texte, Farben, Körperlichkeit einen Ausdruck geben. Wir wollen sie einladen und mit ihr tanzen.

Das Projekt versteht sich als ein Kunst-Recherche-Projekt.
Das heißt, dass das Thema Einsamkeit mit künstlerischen Mitteln erforscht wird. Nach einer Recherchephase, in der wir Texte, Bilder, Gegenstände und Informationen zusammentragen, in der wir selbst gestalterisch tätig werden, uns positionieren und umpositionieren, werden wir das gefundene Material verdichten, es formen und feilen, um zum Abschluss des Projekts zu einer performativen Ausstellung im Südbahnhof einzuladen.

Begleitet werden die Teilnehmer*innen während des künstlerischen Prozesses von der Künstlerin und Kunsttherapeutin Gudrun Wage und der Theater- und Performancefrau Nora Mira Maciol.
Beide fühlen sich in verschiedenen Künsten zu Hause, haben Erfahrungen mit Körper- und Stimmarbeit, mit Schreiben, Malerei und Installationen; mit Performance und Tanz. Sie freuen sich darauf, in diesem Projekt der Einsamkeit auf die Pelle zu rücken.

Es sind weder Vorkenntnisse im künstlerischen Arbeiten noch eigene Erfahrungen mit Einsamkeit von Nöten, um bei dem Projekt mitzumachen.

Erstes Treffen: Montag 2. März 2019 um 18:00 Uhr im Südbahnhof

Nicht jeder der die Einsamkeit sucht, leidet auch an ihr.

gefördert durch:

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