3333 -Marone/Castanea (Esskastanie) und Walnussbaum für den Zoo

Im Rahmen der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ hat die natur- und ortsverbundene Krefelder Bürgerin Gerlinde Ziegler mit Unterstützung ihres Freundeskreises im Gedenken an ihren verstorbenen Lebensgefährten Wolfgang Becker zwei Bäume gespendet, die in den letzten Tagen im Krefelder Zoo gepflanzt wurden. Bei den Bäumen handelt es sich eine Marone/Castanea (Esskastanie) und um einen Walnussbaum. Die Esskastanie ist der Vertreter der Gattung Kastanien aus der Familie der Buchengewächse. Der Walnussbaum, Echte Walnuss oder Nussbaum, ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse.

Im Bild: Gerlinde Ziegler (7.v.r.) und der Freundeskreis versammelten sich nach der Baumpflanzung an einem der im Zoo gepflanzten Bäume und gedachten dabei des verstorbenen Freundes und Lebensgefährten Wolfgang Becker.

Gemeinsam hatten Gerlinde Ziegler und Wolfgang Becker noch zu seinen Lebzeiten zwei Bäume gespendet, die ebenfalls im Krefelder Zoo gepflanzt wurden. Dabei handelt es sich um einen Feldahorn und einen Sunburst/Gleditschie. Der Feldahorn (Acer campestre), auch bekannt als Maßholder, ist ein einheimischer, äußerst robuster und klimaresistenter Kleinbaum oder Großstrauch aus der Familie der Seifenbaumgewächse. Dies ist ein sommergrüner Kleinbaum mit breit-kegelförmiger Krone, der eine Höhe von bis zu 12 m und eine Breite von bis zu 8 m erreichen kann. Sie bevorzugt sonnige, windgeschützte Standorte auf nährstoffreichen, durchlässigen Böden und ist dornenlos. Charakteristisch ist der leuchtend gelbe Blattaustrieb, der später gelbgrün nachdunkelt. 

Es sind die Bäume 1819, 1820, 1821 und 1822 von den 3333 Bäumen, die die Initiative insgesamt pflanzen will. Dafür sprach die Schirmherrin der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, Renate Krins, der Spenderin und ihrem Freundeskreis Dank und Anerkennung aus.

Im Bild: Gerlinde Ziegler (rechts) mit Unterstützung des Zoogärtners Uwe Neuhold beim „Angießen“ eines der im Krefelder Zoo zur Erinnerung an ihren verstorbenen Lebensgefährten Wolfgang Becker gepflanzten Bäume.

Das komme Mensch, Natur und Klima zugute, diene aber auch der Komplettierung des Baumbestandes im Krefelder Zoo, der nicht nur Heimat der hier lebenden Tierwelt sei, sondern auch eine wichtige „grüne Lunge“ im Stadtgebiet Krefeld darstelle. Mit ihrem Dank bekundete Renate Krins der Lebensgefährtin und dem Freundeskreis des Verstorbenen ihr tief empfundenes Beileid zum Tod von Wolfgang Becker und ihr Mitgefühl zu dem schmerzhaften Verlust, der mit seinem Tod verbunden ist. Die Bäume seien gleichsam Erinnerungsbäume. 

Zum „Angießen“ der zwei Erinnerungsbäumen für Wolfgang Becker, der im August dieses Jahres verstorben ist, fand die Vorsitzende der Krefelder Zoofreunde, Yvonne Brandt, einfühlsame und bewegende  Worte: „Nahestehende Menschen werden auch nach ihrem Tod nicht vergessen sein und leben im Herzen der ihnen nahestehenden Menschen weiter. Nun auch symbolisch an diesem Ort mit dieser prächtig werdenden Esskastanie und dem stattlich werdenden Walnussbaum. Wer einen Baum pflanzt, glaubt an das Leben und ein Morgen. Hier im Zoo Krefeld wird hiermit nun ein Ort sein, an dem Sie liebe Frau Ziegler das, wann immer Sie wollen und können, erleben werden. Und gleichzeitig tun Sie etwas Wundervolles für die Natur, das Wohlbefinden von Mensch und Tier hier im Zoo und mitten in der Stadt – und darüber hinaus für den Erhalt der Artenvielfalt auf unserer Erde.“

Im Bild: Die Vorsitzende der Krefelder Zoofreunde, Yvonne Brandt (links), überreicht Gerlinde Ziegler (Mitte) – gleichsam auch für den Freundeskreis – im Beisein von Zoogärtner Uwe Neuhold als äußeres Zeichen des Dankes und „im Gedenken an Wolfgang Becker“ eine Spenderurkunde. 

Ein herzliches Dankeschön richtete Yvonne Brandt an Gerlinde Ziegler für die aktuelle Baumspende und an die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die gemeinsam mit den Zoofreunden seit vielen Jahren den Zoo beim Erhalt ihrer wunderschönen Parkanlage tatkräftig unterstützt. Gleichzeitig würdigte die Vorsitzende der Zoofreunde, die Aktion „Baumfreundschaften“ der Krefelder Zoofreunde: „Seit Beginn der Baumfreundschaften im Jahr 2005 bis Ende September 2026 sind 439 Bäume im Krefelder Zoo neu gepflanzt worden, in einem Wert von über 140.000 Euro; allein in diesem Jahr werden es 31 neue Bäume sein. Ohne diese großzügige Unterstützung für den Zoo würde diese Parkanlage – gerade in Zeiten des Klimawandelns – nicht so weiterbestehen.“  

Gerlinde Ziegler bedankte sich – auch im Namen des Freundeskreises – für die Möglichkeit, im Krefelder Zoo „Bäume zur Erinnerung“ an ihren verstorbenen Lebensgefährten und Freund Wolfgang Becker zu pflanzen und fügte hinzu: „Damit schaffen wir einen Ort der Erinnerung, der das Andenken an Wolfgang lange Zeit manifestiert. Es ist für uns ein würdiger Anlaufpunkt und es bereichert den wunderschönen Krefelder Zoo.“

Zum Krefelder Zoo: Gründung: 22. Mai 1938; Besucher: Pro Jahr besuchen über 400.000 Menschen den Zoo, der in der Gesellschaftsform einer gGmbH geführt wird; Gesellschafter sind die Stadt Krefeld (74,9 Prozent) und Zoofreunde Krefeld e.V. (25,1 Prozent. Im Krefelder Zoo gibt es 159 Arten plus 50 Arten Schmetterlinge; circa 1.000 Tiere (ohne Insekten), Wappentier ist der Schneeleopard; Zuchtbücher: 3; rund 80 hauptberufliche Mitarbeiter:innen und circa 20 Ehrenamtliche.

Zum Zoofreunde Krefeld e.V.: Über 6.500 Zoofreunde unterstützen die Entwicklung des Krefelder Zoos. Der Verein ist Gesellschafter der Zoo Krefeld gGmbH und Mitglied der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.V. Durch großzügige Geldspenden, Mitgliedsbeiträge und persönliches Engagement lassen Zoofreunde seit über 50 Jahren Zooträume Realität werden.

Zur Initiative: Gegründet wurde die Initiative im Jahr 2007, nachdem der Orkan Kyrill am 18. Januar 2007 allein in Krefeld über 12000 Bäume entwurzelte. Inspiriert durch das Bodendenkmal 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung – von Joseph Behufs (geb. 1921 in Krefeld), war das die Geburtsstunde der Initiative „3333 Bäume für Krefeld“, die von dem Krefelder Künstler Caco und Georg Dammer vom Krefelder Werkhaus e.V. ins Leben gerufen wurde. Den ersten Baum pflanzte die Initiative am 15. November 2007 im Park des Krefelder Alexianer-Krankenhauses direkt neben dem Joseph-Beuys-Denkmal, das die Initiative inklusive einer Basaltstele dort installiert hat. Die Initiative „3333 Bäume für Krefeld“ versteht sich als ein aktiver sozio-kultureller Beitrag mit künstlerischer Intention, der sich auf Bürgerbeteiligung basierend an der Stadtplanung und Stadtgestaltung beteiligt – ganz im Sinne des angewandten Kunstbegriffs von Joseph Beuys. Fast alle Bäume wachsen in den Grünanlagen von sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kliniken, Krankenhäusern, Schulen, Behinderten- und Senioren-Wohnheimen, aber auch in den Krefelder Stadtparks, auf Plätzen und an Wegen im gesamten Krefelder Stadtgebiet.

Initiative “3333 Bäum für Krefeld” | c/o Werkhaus e.V., Baumbüro, Südbahnhof |
47805 Krefeld – Saumstraße 9 |
Telefon: 02151-5301812 – Telefax: 02151-5301819 | eMail: initiative3333@t-online.de oder initiative_3333@t-online.de | www.3333baeume.de
Spendenkonto bei der Sparkasse Krefeld:
IBAN DE74 3205 3205 0000 0000 0067 67
Schirmherrin: Renate Krins | Administration: Georg Dammer | Koordination: Peter Könen | Fachberatung: Peter Büssem – Baumschule Büssem

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