Ministerin im Südbahnhof

Von Peter Könen:
Hoher Besuch im Krefelder Südbahnhof: Die nordrhein-westfälische Heimatministerin Ina Scharrenbach machte im Rahmen ihrer diesjährigen „Sommer-Tour“ auf Einladung der CDU Krefeld im Krefelder Südbahnhof Station, um sich die Ausstellung „Kultur ist Trumpf“ anzusehen, die zurzeit im Rahmen des Kulturaustauschs zwischen der Stadt Krefeld und dem Krefelder Partnerkreis Oder-Spree in dem soziokulturen Zentrum an der Saumstraße gezeigt wird. Dort wurde die Ministerin von Anja Jansen vom Vorstand des Werkhaus e.V. begrüßt, die dabei auch die die Themen und Schwerpunkte der aktuellen Ausstellung erläuterte.  

Im Bild: Ministerin Ina Scharrenbach (Bildmitte) mit Bürgermeisterin Karin Meincke (links) und Werkhaus-Vorstand Anja Jansen (rechts) sowie CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Kerstin Jensen (2.v.l.) und CDU-Kreisvorsitzender Marc Blondin MdL (2.v.r.).

Die Ministerin, die in Kamen lebt, kennt den Landkreis Oder-Spree aus eigener Erfahrung, da zwischen der Stadt Kamen der Stadt Beeskow im Oder-Spree-Kreis auch eine kommunale Partnerschaft besteht. Die Politikerin zeigte sich beeindruckt und lobte den Kulturaustausch zwischen Krefeld und dem Landkreis Oder-Spree als wichtigen Beitrag, der  die Verständigung und das wechselseitige Verständnis der Menschen in Ost- und Westdeutschland fördere. Dem diene auch die Ausstellung.

Bei ihrem Besuch in dem denkmalgeschützten Gebäude des Südbahnhofs hob die auch für den Denkmalschutz zuständige Ministerin die große Bedeutung Denkmalpflege hervor, für die das Land Nordrhein-Westfalen im Jahre 2020 rund zwanzig Millionen Euro bereit gestellt habe. 

Die Ausstellung „Kultur ist Trumpf“, die Kultureinrichtungen des Landkreises Oder-Spree vorstellt, wurde von Herbert Schirmer unter Mitwirkung von Arnold Bischinger, Sabrina Kotzian, Stefan Rohlfs, Dr. Wolfgang de Bruyn, Dr. Klaus-Peter Oehler, Tilman Schladebach und anderen anlässlich 30 Jahre Wiedervereinigung, 30 Jahre partnerschaftliche Verbindung der Stadt Krefeld zum Landkreis Oder-Spree und 30 Jahre Kulturabkommen zwischen dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Krefeld kuratiert. 

Die Ausstellung konzentriert sich auf institutionelle Kultur-Hochburgen des Landkreises Oder-Spree, die auf anschauliche Weise davon zeugen, wie überlegt die seinerzeit Verantwortlichen bereits 1991 in den unruhigen Zeiten der gesellschaftlichen Transformation sich auf die Bereiche Kunst und Kultur in Verbindung zum Tourismus im weiteren Sinn festgelegt haben. Im Zentrum stehen Einrichtungen in der Trägerschaft des Landkreises Oder-Spree, aber auch anderer kommunaler und privater Träger. 

Die Präsentation der Ausstellung besteht aus acht thematischen Schwerpunkten: Es werden Kultureinrichtungen des Landkreises Oder-Spree vorgestellt, die nach 1990 entstanden sind oder ab diesem Zeitpunkt unter neuer Zielsetzung weiter entwickelt wurden. Die Mehrzahl der vorgestellten Einrichtungen geht über die regionale Bedeutung weit hinaus.
Mit dem Kunstarchiv Beeskow, dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt, der Stiftung Stift Neuzelle sind Hochburgen der Kultur entstanden, die bundesweit und international ausstrahlen. Das gilt gleichermaßen für das Museum des Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann in Erkner und erst recht für den Schriftsteller Günther de Bruyn, der im Landkreis Oder-Spree lebt. Das grenzüberschreitende deutsch-polnische Jugendprojekt »Junge Sicht auf Altes« mit Fotoreportagen und Texten, die Bauwerke und Denkmäler auf beiden Seiten der Grenze vorstellt, ergänzt die Tafelausstellung.

Die Themen der Ausstellung sind: Drei Strele-Burgen Beeskow, Friedland und Storkow | Kunstarchiv Beeskow – Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt | Kulturfabrik Fürstenwalde | Gerhart Hauptmann Museum Erkner | Günther de Bruyn. Romancier und Essayist | LOSCON-Kulturstiftung für Ostbrandenburg | Kulturstandort Bad Saarow (Theater am See, Film ohne Grenzen, Schwarwenka Kulturforum) | Stiftung Stift Neuzelle | Junger Blick auf Altes. Deutsch-polnisches Jugendprojekt.

Zwei bildende Künstler des Landkreises ergänzen die Präsentation. Ulla Walter aus Schöneiche und Matthias Steier aus Eisenhüttenstadt zeigen jeweils aktuelle Werke der Malerei und Zeichnungen. Das Kunstarchiv Beeskow und das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR sind ebenfalls mit ausgewählten Bildbeispielen aus dem jeweiligen Bestand dabei.

Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 15.00 – 18.00 Uhr | Gruppenführungen nach Absprache und zu den begleitenden Veranstaltungen. 
Aufgrund der Maßnahmen zur Vermeidung der Verbreitung von Corona ist die Gästezahl begrenzt. 

Anmeldung beim Veranstalter ist erforderlich: Werkhaus e.V., Südbahnhof, Saumstraße 9, 47805 Krefeld, eMail: info@werkhaus-krefeld.de, Telefon: 02151-5301812 | Telefax: 02151-5301819.

Veröffentlichungen zur Ausstellung:

Video „KULTUR IST TRUMPF in drei Teilen“ auf youtube anschauen.

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